Sie waren die ersten nach der Revolution: Seit 17 Jahren gibt es Franziskaner auf Kuba

Die Kathedrale von Havanna
Foto: Anagoria / Wikimedia (CC BY 3.0)
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Es dauerte Jahrzehnte, bis im kommunistischen Land des einstigen Jesuiten-Sprösslings Fidel Castro wieder katholische Orden erlaubt waren: Franziskaner waren die ersten, die im Jahr 2001 wieder nach Kuba kamen, nachdem die Revolution dort 1959 die Macht gewonnen hatte.

Hauptaufgabengebiet der Ordensleute ist der pastorale Dienst, auch weil Initiativen in anderen Bereichen schwer zu verwirklichen sind, berichtete die Agentur "Fides".

Als "neues Kapitel in der Geschichte der Mission", bezeichnet der Franziskanerpater Angelo Di Giorgio die ersten siebzehn Jahre der ersten kubanischen Mission seit Beginn der "Revolución" - in seinem vor kurzem veröffentlichten Buch "Präsenz der Franziskaner Minderbrüder in Kuba seit 2001".

Die Arbeit des Ordens im Land sei geprägt von "der Neuevangelisierung" in einem Land,   das nach Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Frieden dürstet" und dies auch "inmitten vieler Schwierigkeiten".

Pater Di Giorgi betont laut "Fides", dass die Öffnung gegenüber der Karibikinsel mit einem besonderen historischen Moment zusammengefallen sei: dem Besuch von Johannes Paul II., dem ersten Besuch eines Papstes auf kubanischem Territorium" am 21. Januar 1998.

"Der Papst", so der Autor, der auch Missionsbeauftragter der italienischen Ordensprovinz "San Francesco" ist, habe "eine brillante Intuition und erhielt von den lokalen Behörden die Erlaubnis, 30 Priester für die Seelsorge im Land zuzulassen".

"Früher", so der Ordensmann, "durfte immer nur ein Priester einreisen, um eine frei gewordene Stelle neu zu besetzen".

Der Orden "nutzte die günstige Gelegenheit und folgte der Einladung des Papstes" und entsandte die ersten drei Ordensbrüder aus Italien, die am 6. November 2001 die Ordensgemeinschaft in Matanzas gründeten. Seit 2009 sind die Franziskaner auch in Havanna präsent.

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