Sodalitium Christianae Vitae wählt neuen Generaloberen

José David Correa
Foto: Federico Gómez / CNA Deutsch
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Der Kolumbianer José David Correa González ist zum neuen Generaloberen des Sodalitium Christianae Vitae gewählt worden, einer katholischen Gesellschaft des apostolischen Lebens.

Die Wahl erfolgte während der Fünften Generalversammlung des Sodalitiums, die vom 6. bis 27. Januar im Marienheiligtum von Aparecida in Brasilien stattfindet.

Der 49 Jahre alte Correa tritt eine sechsjährige Amtszeit an.

Der Kolumbianer wurde von der Vatikanischen Kongregation für die Institute des geweihten Lebens aus einer Dreierliste ausgewählt, die von den Mitgliedern der Gesellschaft während der Generalversammlung bestimmt wurden.

Die auch als SCV abgekürzte Bewegung wurde 1971 in Peru gegründet und 1997 päpstlich anerkannt. Alejandro Bermúdez, der geschäftsführende Direktor der Gruppe der ACI / CNA - Nachrichtenagenturen, zu der auch CNA Deutsch gehört, ist Mitglied der Gemeinschaft.

Der Gründer des Sodalitiums, Luis Fernando Figari, trat 2010 als Generaloberer wegen Missbrauchsvorwürfen zurück. Weitere ehemalige Verantwortungsträger der Gemeinschaft wurden ebenfalls beschuldigt, psychische wie physische Gewalttaten verübt zu haben.

Im Februar 2017 stellte ein Team unabhängiger Ermittler im Auftrag des Sodalitiums fest, dass "Figari mindestens ein Kind sexuell angegriffen hat, mehrere andere junge Menschen manipuliert oder geschadet und dutzende weitere Personen physisch oder psychisch missbraucht hat".

Infolgedessen erließ die Kongregation im selben Monat ein Dekret, das Figari jeglichen Kontakt mit der Religionsgemeinschaft verbot und ihm verbot, ohne Erlaubnis des derzeitigen Vorgesetzten des Sodalitiums nach Peru zurückzukehren. Figari war es auch verboten, öffentliche Äußerungen zu machen.

Im Januar 2018 ernannte Papst Franziskus den kolumbianischen Bischof Noel Antonio Londoño Buitrago C.S.R. zum kommissarischen Leiter der Gesellschaft und beauftragte ihn mit der Steuerung eines laufenden Reformprozesses, der begann, nachdem Vorwürfe gegen Figari ans Licht gekommen waren. Kardinal Joseph Tobin von Newark wurde 2016 damit beauftragt, den Reformprozess zu unterstützen. Die Wahl von Correa gilt als der letzte Schritt im Reformprozess.

Der neue Generalobere des Sodalitium Christianae Vitae war das erste kolumbianische Mitglied der Gemeinschaft. Er wurde am 26. Juli 1969 in Medellin geboren, trat am 4. September 1992 dem SCV ein und legte am 13. Mai 2000 sein ewiges Gelübde ab.

Correa war als Leiter der Gemeinschaft Unserer Lieben Frau von Alta Gracia in der Prälatur von Ayaviri, Peru, einer der ärmsten Regionen Perus, tätig gewesen, die sich auf 3900 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Zudem war der Katholik auch Generalsekretär der Caritas in Ayaviri.

Die Generalversammlung endet mit einer Danksagung im Marienheiligtum von Aparecida am Sonntag, den 27. Januar.

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