Sunnitischer Großmufti warnt vor Exodus der Christen aus dem Nahen Osten

Die orthodoxe Sankt-Georgs-Kathedrale und dahinter die Minarette der Mohammed-al-Amin-Moschee in Beirut
Foto: Wikimedia / Vladanr (CC BY-SA 3.0)
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Der andauernde Exodus der Christen aus den Ländern des Nahen Ostens verändert diesen dauerhaft: Davor hat der Großmufti des Libanon gewarnt.

Scheich Abdel Latif Darian verurteilte den Terror gegen Christen durch radikalisierte Anhänger des Islam und sagte, die Muslime lebten mit den Christen "im selben Land, wir teilen wir die Luft und das tägliche Brot. Wir haben dasselbe Schicksal: unsere Zukunft wird dieselbe sein oder wir werden keine Zukunft haben".

Das berichtet die Agentur "Fides".

Der Mufti lud in einer Rede vor Schülern deshalb auch junge Menschen ein, in ihrem eigenen Land Fuß zu fassen. 

Es werde nicht mehr derselbe Nahen Osten sein, wenn der Exodus der Christen aus der Region andauert. 

Der Scheich betonte auch, dass islamische Schulen im Land "das Banner des gemäßigten Islams hoch halten werden", damit die neuen Generationen zu  gesunden Prinzipien der Staatsbürgerschaft erzogen, zur Liebe für "die arabische Identität" und zum Sinn für die Geschwisterlichkeit aller Menschen werden können.

Der 65-jährige Abdel Latif Darian wurde 2014 zum Mufti gewählt. Er gilt als Mann des Dialogs und der Weitsicht. 

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