Trotz Kritik: Bauantrag für Umbau der Hedwigskathedrale in Berlin genehmigt

Die St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin
Foto: Cedric BLN via Wikimedia

Das Bezirksamt Mitte von Berlin hat den Bauantrag zur Sanierung und Umgestaltung der Sankt-Hedwigs-Kathedrale genehmigt. Dies teilte das Erzbistum Berlin am Donnerstag mit.

In der Mitteilung heißt es, die Grundlage des Bauantrags seien die im denkmalrechtlichen Bescheid von 2018 genehmigten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Denkmalschützer hatten kritisiert, dass im Entwurf vorgesehen ist, die zentrale Bodenöffnung mit einer Treppe zur Unterkirche zu beseitigen. Diese wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 vom Architekten Hans Schwippert angelegt.

Gläubige hatten die Umbaupläne kritisiert, weil unter anderem der Altar in die Mitte der Rundkirche verrückt werden soll. Das Erzbistum Berlin begründete diesen Schritt damit, dass man dadurch "den gegenwärtigen kirchlichen Vorgaben" besser entgegenkomme.

Der Berliner Dompropst Tobias Przytarski teilte dazu mit:

"In der Mitte Berlins, in der Mitte der Gesellschaft versammeln wir uns um die Mitte unseres Glaubens. Mit der Umgestaltung werden wir der Architektur des Rundbaus gerecht – wir rücken den Altar ins Zentrum. Ich freue mich, dass wir jetzt mit der Umgestaltung beginnen dürfen. Dies ist kein Abbruch, sondern ein liturgisch stimmiger und konsequenter Aufbruch in die Zukunft."

Aktuell werden noch die beiden Kuppeln der Kathedrale saniert. Diese Maßnahme sei mit den zuständigen Denkmalbehörden abgestimmt gewesen und nicht Teil des gestellten Bauantrags, so das Erzbistum. Im Frühjahr 2021 soll die Sanierung der Kuppeln abgeschlossen sein.

Das könnte Sie auch interessieren: