Überfall auf Waisenhaus bei Abuja: Acht Kinder in den Händen von Entführern

Nigerianische Flagge
Foto: railway fx/Shutterstock

Mindestens acht Kinder wurden aus einem Waisenhaus in Naharati im nigerianischen Bundesstaat Abuja entführt. Am vergangenen Samstag, den 23. Januar, gegen ein Uhr morgens Ortszeit, stürmte laut einer Meldung des Pressedienstes der Päpstlichen Missionswerke eine Gruppe schwer bewaffneter Männer das christliche Waisenhaus "Rachel’s Orphanage".

Zusammen mit den Kindern wurden mindestens drei erwachsene Mitarbeiter der von einer nigerianischen Waisin gegründeten Einrichtung entführt. Die Polizei durchsucht unterdessen die Wälder in der Umgebung nach den Verbrechern und ihren Opfern.

Von Entführungen sind in Nigeria häufig auch Mitglieder des Klerus betroffen, wie CNA Deutsch berichtete. Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Abuja verurteilte dies in seiner Predigt am 18. Januar und erinnerte an Pfarrer Matthew Dajo, der sich vom 22. November 2020 bis zu seiner Freilassung am 2. Dezember 2020 zehn Tage lang in den Händen von Entführern befand .

"Diese beschämenden und widerlichen Handlungen, die von den nigerianischen Behörden nicht bekämpft werden, werden weiterhin den Ruf Nigerias ruinieren und Besucher und Investoren aus dem Land vertreiben. Wir beten für die Freilassung der noch Gefangenen und für die Bekehrung der Täter dieser unmenschlichen Handlungen", so der Erzbischof laut "Fides".

"Möge Christus sich den Tätern von Entführungen, Vergewaltigungen und Morden offenbaren und ihnen die Gnade der Umkehr gewähren". Trotz der Qualen, die er erlitten habe als er sich in den Händen der Entführer befand, gehe es dem entführten Priester – trotz des psychischen Traumas – im Allgemeinen gut.

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