Vatikan aktualisiert Dekret über liturgische Feier von Karwoche und Ostern

Papst Franziskus im Gebet am Karfreitag im Petersdom am 3. April 2015
Foto: CNA / Catholic Press Photo

Nachdem die Diözesen in der ganzen Welt die öffentlichen Messen inmitten der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt haben, hat die Kongregation für den Gottesdienst ihr Dekret über die Liturgien der Karwoche und zum Osterfest aktualisiert.

Das berichtet die Catholic News Agency (CNA).

Da das Oster-Datum nicht verschoben werden kann, können in den Ländern, die von der Krankheit betroffen sind – und daher das öffentliche Leben eingeschränkt worden ist – die Bischöfe und Priester die Liturgie der Karwoche ohne die körperliche Anwesenheit des Volkes und an einem geeigneten Ort feiern, wobei Konzelebrationen und der Friedensgruß vermieden werden müssen, heißt es in dem aktualisierten Dekret der Kongregation für den Gottesdienst vom 25. März, das Kardinal Robert Sarah unterziechnet hat.

Das Dokument empfiehlt, dass Pfarreien und Diözesen die Katholiken über die Zeiten der Ostersonntagsmesse und anderer Karwochenliturgien informieren, damit "sie sich in ihren Häusern betend vereinen können", wenn möglich per Live-Übertragung oder per Streaming.

In jedem Fall ist es wichtig, dem Gebet eine angemessene Zeit zu widmen und dabei vor allem dem Stundengebet – Liturgia Horarum – Bedeutung beizumessen, betont der Vatikan weiter.

Die Kongregation für die Ostkirchen gab am 25. März ebenfalls Empfehlungen heraus und forderte die Oberhäupter aller katholischen Ostkirchen auf, Normen sui iuris in Übereinstimmung mit den von den zivilen Behörden festgelegten Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung zu erlassen.

Das aktualisierte Dekret der Kongregation für den Gottesdienst bekräftigt im übrigen die am 19. März veröffentlichten Richtlinien für die Liturgien der Karwoche in Gebiete (CNA Deutsch berichtete).

Das könnte Sie auch interessieren: