Vatikan warnt: Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa

Das Kruzifix auf dem Petersplatz bei der Generalaudienz am 8. April 2015.
Foto: CNA/Petrik Bohumil (digital bearbeitet)
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Vor dem Hintergrund eines generellen Anstiegs von Rassismus und Intoleranz in Europa warnt der Vatikan vor "Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen". Wie Radio Vatikan meldet, hat der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei der OSZE, Erzbischof Janusz Urbanczyk, am gestrigen Donnerstag vor dem Ständigen Rat des Verbands "Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen, ob sie nun in der Mehr- oder in der Minderheit sind" in Europa angeprangert.

Der katholische Diplomat kritisierte Antisemitismus und die Diskriminierung von Muslimen. Doch fügte er hinzu: "Antichristliche Gefühle scheinen das letzte noch allgemein akzeptierte Vorurteil zu sein."

Weil das Christentum die Religion Nummer eins in Europa sei, erhalte dieses Vorurteil "offenbar weniger Aufmerksamkeit als andere Formen der Intoleranz", so Janusz Urbanczyk.

Gleichzeitig sprach der Kurienerzbischof über die "außergewöhnliche Migration von Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, wie auch vor Armut und Marginalisierung". Migranten müssten einerseits in den Ländern, in die sie aufgenommen werden, die Gesetze und das Erbe dieser Nationen achten. Andererseits ermutigte Monsignore Urbanczyk europäische Politiker das Potential der Migranten zu erkennen und nutzen, den diese als Beitrag zur Gesellschaft leisten könnten. 

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