Dringender Verdacht: Priester im Bistum Münster wegen Missbrauchs in Ruhestand versetzt

Der St.-Paulus-Dom in Münster
Foto: Marie-Luise Carl (CC BY-SA 2.5)

Bischof Felix Genn von Münster hat einen Priester wegen dringenden Verdachts des sexuellen Missbrauchs gegen eine zum Tatzeitpunkt minderjährige Person in den Ruhestand versetzt.

Dem Priester wurde "per Dekret die Ausübung jeder priesterlichen und seelsorglichen Tätigkeit untersagt", teilte das Bistum am Mittwoch mit. Schon bei Einleitung der kirchenrechtlichen Voruntersuchung, die nach Kontaktaufnahme der örtlichen Polizei im Februar begonnen wurde, untersagte das Bistum dem Priester, sich als solcher zu betätigen.

"Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen wegen Verfolgungsverjährung ein", fasste das Bistum Münster zusammen. "Daraufhin wurde die kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet, die am 30. Mai beendet wurde und zu dem genannten Ergebnis kam. Die Voruntersuchungsakte wird nun der zuständigen Kommission in Rom zur weiteren Prüfung zugeleitet.

Missbrauchsstudie

Am 13. Juni wird die Missbrauchsstudie für das Bistum Münster der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Arbeit des fünfköpfigen Forschungsteams hatte am 1. Oktober 2019 begonnen und umfasste den Zeitrahmen 1945 bis 2020.

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