Vorwurf sexueller Gewalt: Verfahren gegen ehemaligen Nuntius in Paris begonnen

Justitia (Illustration)
Foto: Unsplash (CC0)
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Am heutigen Dienstag beginnt in Paris das Verfahren gegen den ehemaligen Apostolischen Nuntius in Frankreich, Erzbischof Luigi Ventura

Der Geistliche ist mehrfach des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt worden. Sowohl in Kanada als auch Paris soll der Bischof und Botschafter des Papstes volljährige Männer sexuell belästigt haben.

Allein im Jahr 2018 soll Ventura fünf Männer unsittlich berührt und sexuell belästigt haben, so die Anklage vor Gericht. Im Juni 2019 hatte der Heilige Stuhl die Immunität des Diplomaten aufgehoben, der bestreitet, die Tat begangen zu haben.  

Sexuelle Übergriffe können mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro geahndet werden.

Ventura lebt nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur "I. Media" seit September vergangenen Jahres in Rom.

Der Italiener war 1978 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls getreten und hatte in den Nuntiaturen in Brasilien, Bolivien und im Vereinigten Königreich gearbeitet. Von 1984 bis 1995 war er in der Abteilung für die Beziehungen mit den Staaten des Staatssekretariats tätig.

Von 1995 bis 1999 wirkte er als geweihter Bischof und Nuntius an der Elfenbeinküste, in Burkina Faso und im Niger, von 1999 bis 2001 als Nuntius in Chile, von 2001 bis 2009 als Nuntius in Kanada  und zuletzt als Nuntius in Frankreich.

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