Wegen des "heiligen Doktors von Moskau": Erzbischof Pezzi zu Besuch aus Russland

"Wo Liebe ist, da ist Katholizismus": Dr. Haass auf einem Kulturdenkmal in Moskau
Foto: Aylin 08 / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
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Der Oberhirte der Erzdiözese von der Gottesmutter von Moskau, Erzbischof Paolo Pezzi, wird in der Woche vom 14. bis 19. Januar 2019 das Erzbistum Köln besuchen.

Am Freitag, dem 18. Januar 2019, wird Erzbischof Pezzi wegen des Seligsprechungsverfahrens für den in Bad Münstereifel geborenen Arzt Friedrich Joseph Haass (1780-1853) in die Kurstadt kommen.

Das teilte Prälat Professor Helmut Moll mit, der Vizepostulator ist und Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts.

Das diözesane Verfahren konnte im Jahre 2018 in Moskau abgeschlossen werden. Die Dokumentation wurde daraufhin an die zuständige römische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse zur endgültigen Entscheidung weitergeleitet. Diese Kongregation hat im vergangenen Dezember die Gültigkeit der übersandten Akten in einem Dekret bestätigt.

Ein überzeugter Katholik und Arzt

Der aus Münstereifel stammende "heilige Doktor von Moskau" war ein deutsch-russischer Mediziner, der über 25 Jahre lang besonders die Strafgefangenen nicht nur ärztlich betreut hat, sondern auch als Christ sich um deren Seele sorgte.

Orientiert am christlichen Menschenbild und den heiligen Vorbildern Franz von Sales und Franz von Assisi, heilte er nicht nur viele Menschen sondern setzte sich für deren Leben als tugendhafte Christen ein - vom Strafgefangenen bis zum Philosophen Schelling, dem er dringend empfahl, die "Philothea" des heiligen Franz von Sales zu lesen.

Zu seiner Beerdigung in Moskau - Haass starb in Alter von 73 Jahren nach kurzer Krankheit - kamen 20.000 Menschen; sein Grabstein trägt sein berühmt gewordenes Motto als Inschrift: "Beeilt euch, Gutes zu tun".

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