Die Geschichte des Schwarzen Christus von Bojayá

Der schwarze Christus von Bojayá
Foto: Christus von Bojayá / Efrain Herrera / Presidencia de Colombia
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Es ist eines der schlimmsten Blutbäder des Bürgerkriegs, an die der Corpus des Kruzifixes erinnert - und an die Chance der Versöhnung.

Über 100 Menschen starben, darunter 45 Kinder, als am 2. Mai 2002 Mitglieder der revolutionären Rebellen der FARC eine Bombe in die Kirche von Bojayá warfen. Die Explosion ließ den verstümmelten, verkohlten Corpus des Erlösers zurück. 

Die Menschen waren in die Kirche geflohen, um dem Sperrfeuer wischen FARC und der kolumbianischen Armee zu entkommen, die um die Herrschaft kämpften über die Gegend im Departamento del Chocó, das im Nordwesten des Landes liegt. 

Nach dem Massaker bargen Priester und Laien vor Ort den Corpus. Er wurde restauriert und hängt im Rathaus von Bellavista.

Im September 2016 entschuldigte sich die FARC für das Massaker und bat mit einer Skulptur des Corpus, dem Schwarzen Christus von Bojayá, um Verzeihung.

Der verstümmelte Herr, den der kubanische Künstler Enrique Angulo schuf, wurde anlässlich des Papstebesuches in einer Wallfahrt nach Villavicencio gebracht.

Beim Gebetstreffen zur Nationalen Versöhnung mit Papst Franziskus in Villavicencio am gestrigen Freitag legte Franziskus ihm das Anliegen der Versöhnung zu Füßen.

Giselle Vargas trug zur Berichterstattung bei.

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