Islamischer Staat rekrutiert internationale Studenten, warnt nigerianischer Minister

Ausbildung in einem Camp des IS
Foto: Karl-Ludwig Poggemann via Wikimedia (CC BY 2.0)
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Der Islamische Staat (IS) versucht, Studenten, die im Ausland studieren, zu rekrutieren. Davor hat Nigerias Informations-Minister Lai Mohammed gewarnt.

Wie die Agentur "Fides" berichtet, erinnerte Mohammed an den Fall von 27 Studenten der University of Medical Sciences and Technology (UMST) im Sudan, die sich von der IS-Propaganda blenden ließen, und im Syrien-Krieg als Kämpfer des IS-Religionskrieges endeten. Wie Minister Mohammed betonte, waren 22 der 27 betroffenen Studenten britische Staatsbürger.

"Wie aus einem Bericht hervorgeht, wurden die Studenten von einem gewissen Mohammed Fakhri Al-Khabbas rekrutiert, der selbst an der UMST studiert hatte und aus Middlesborough in Großbritannien kam", so der Minister laut "Fides".

"Bei vielen Studenten, die sich dem IS anschließen handelt es sich um Söhne angesehener Intellektuellen aus dem Vereinigten Königreich. Aus ihren Accounts in den sozialen Medien wurde offensichtlich, dass sie sich dem IS angeschlossen haben".

Minister Mohammed bat deshalb nigerianische Familien, deren Söhne und Töchter an ausländischen Universitäten studieren besonders achtsam zu sein, während nigerianische Schulen ihre Schüler über die Strategien informieren sollen, mit denen der IS seine Kämpfer rekrutiere.

Die nigerianische islamistische Terrororganisation Boko Haram ist seit dem Jahr 2014 ein Verbündeter des IS.

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