SOS vom Monte Mario – Brennstoff für eine "Sehnsucht wie Feuer"

Die Marien-Ikone bei den Dominikanerinnen auf dem Monte Mario in Rom.
Foto: Paul Badde / Vatican Magazin
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19 December, 2018 / 2:30 PM

Das Antlitz der Advocata schmückte den Titel der allerersten Ausgabe des "Vatican Magazins". Es ist die älteste Ikone Mariens. Viele Jahrhunderte wurde sie dem Evangelisten Lukas höchstpersönlich zugeschrieben. Seit Januar 2007 aber ist sie auch unsere Anwältin. Deshalb unterstützen wir auch seit damals die letzten klausurierten Dominikanerinnen auf Roms Monte Mario, deren Konvent seit dem Jahr 1221 die Ikone beherbergt, mit der die Schwestern freiwillig hinter Gittern leben – als Gefangene um Christi willen. Der heilige Dominikus selbst hat ihren Konvent in seinem Todesjahr gegründet und es ist wohl dokumentiert, dass er das wundervolle Antlitz mit eigenen Händen in ihre Mitte getragen hat. Wir hingegen führen den Schwestern heute nach unseren Möglichkeiten Spenden zu und führen Pilger zu ihnen hinauf. Not hatten sie immer, wie es schon unser erster Bericht hervorhob. Doch nun haben sie uns erstmals über ihre Mutter Oberin ein S.O.S. geschickt, als einen Hilferuf in großen Nöten, von denen sie nicht wissen, wie sie ihrer Herr werden können. Früher haben Päpste wie Pius IX. sie großzügig beschenkt. Heute scheinen sie fast von aller Welt vergessen.

Der letzte Bischof, dem wir helfen konnten, seinen Weg zu ihnen am Stadtrand Roms zu finden, war der vorletzte Bischof von Rom. Papst Benedikt XVI besuchte die Nonnen am 24. Juni 2010, um die Mittagshoren mit ihnen beten, sie einzeln zu segnen und folgende Worte ans Herz zu legen:

"Die Art des kontemplativen Lebens, die ihr aus den Händen des heiligen Dominikus in Form der Klausur empfangen habt, stellt euch als lebendige und lebensnotwendige Glieder mitten ins Herz des mystischen Leibes des Herrn, der die Kirche ist. Und ebenso wie das Herz das Blut zum Zirkulieren bringt und den ganzen Leib am Leben hält, so trägt auch euer verborgenes Leben mit Christus, das von Arbeit und Gebet geprägt ist, zum Erhalt der Kirche bei, die der Herr mit seinem Blut erlöst hat. Die heilige Sehnsucht, dass das Reich Gottes im Herzen eines jeden Menschen Raum finde, ist mit dem Gebet selbst gleichzusetzen, wie es uns der heiligen Augustinus lehrt: 'Wie das Feuer, das brennt und nie verlöscht, so bleibt auch das Herz immer wach und voller Sehnsucht, und unablässig erhebt es sein Loblied zu Gott.' Aus diesem Grund habt ihr euch dafür entschieden, im Verborgenen und im Verzicht auf irdische Güter zu leben: Damit ihr vor allem jene unvergleichliche wertvolle Perle erstreben könnt, für die es sich lohnt, auf jedes andere Gut zu verzichten, um in ihren Besitz zu kommen."

Wer will, kann noch einmal für dieses Kraftwerk des Gebets spenden, um jenes Herz der Kirche zu stärken, "das den ganzen Leib am Leben hält": Ohne Abzüge – und mit Spendenbescheinigung – wird an die Schwestern weitergeleitet, was bei der Fatima-Aktion als Spende unter dem Verwendungszweck "ADVOCATA" gegeben wird. Der Herr wird es vergelten!

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Hinweis: Meinungsbeiträge spiegeln die Ansichten der Autoren wider, nicht unbedingt die der Redaktion von CNA Deutsch.