"Das Licht des Evangeliums anbieten": Neuer Erzbischof von Teheran geweiht

Erzbischof Dominique Mathieu (Mitte) nach seiner Weihe zum Erzbischof von Teheran-Isfahan, Iran, in der Basilika der Zwölf Apostel in Rom.
Foto: Vatikanische Kongregation für die Orientalischen Kirchen.

Ein Franziskanermönch ist diese Woche zum Erzbischof von Teheran-Isfahan geweiht und beauftragt worden, "das Licht des Evangeliums" im Iran auszustrahlen.

Erzbischof Dominique Mathieu, 57, wurde in Rom in der Basilika der zwölf heiligen Apostel am 16. Februar, dem Fest des heiligen Maruthas, des Bischofs aus dem vierten Jahrhundert und Schutzpatrons des Iran, geweiht, berichtete die Catholic News Agency (CNA).

Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für die Orientalischen Kirchen, feierte die Messe und beauftragte den neuen Erzbischof, "ein Hirte seines Volkes im Iran zu sein".

"Wenn Sie in den Iran gehen, werden Sie eine katholische Gemeinschaft vorfinden, die zahlenmäßig klein und in der rituellen Tradition vielfältig ist: neben den Lateinern, deren Seelsorger Sie sind, finden Sie Armenier und Chaldäer, sowie Brüder anderer christlicher Konfessionen", sagte Sandri.

"Durch das dreifache munus [Amt], zu heiligen, zu leiten und zu lehren, das Ihnen jetzt in Fülle durch die Bischofsweihe verliehen wird, geben Sie zusammen mit Ihren Mitbrüdern das Zeugnis, Salz in diesem Land zu sein und das Licht des Evangeliums anzubieten."

Der Kardinal sagte, dass "niemand Angst" vor diesem sanften Licht des Evangeliums haben sollte, das aufleuchtet, "wenn die Dunkelheit ... undurchdringlicher scheint."

Der Iran ist eines der am wenigsten katholischen Länder der Welt. Die kürzlich umbenannte lateinisch-katholische Erzdiözese von Teheran-Isfahan hat sechs Pfarreien und etwa 2.000 Katholiken. Der Sitz von Teheran-Isfahan war in den letzten sechs Jahren vakant, nachdem Erzbischof Ignazio Bedini, ein Salesianer aus Italien, in den Ruhestand getreten war.

Da sie zu einer anerkannten religiösen Minderheit in einer islamischen Republik gehören, werden katholische Kirchen im Iran von der Regierung streng mit Überwachungskameras kontrolliert und religiöse Schulen sind in dem, was sie unterrichten dürfen, eingeschränkt. Die Konversion vom Islam zum Christentum kann ein Verbrechen sein, das mit mehr als 10 Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

Der neu geweihte Erzbischof Dominique Mathieu stammt ursprünglich aus Belgien. Er trat 1983 in den Franziskanerorden ein und wurde 1989 zum Priester geweiht, nachdem er in Rom an der Päpstlichen Theologischen Fakultät von St. Bonaventura Theologie studiert hatte. Er spricht fünf Sprachen, darunter Arabisch.

Er diente als Rektor des Nationalheiligtums St. Antonius in Brüssel und war später Provinzial des Franziskanerordens in Belgien. 2013 wurde er in den Libanon entsandt, wo er in die Provinzkustodie für den Osten und das Heilige Land inkardiniert wurde. Papst Franziskus ernannte ihn am 8. Januar 2021 zum Erzbischof von Teheran-Isfahan.

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