Kathedrale von Buenos Aires mit antikatholischem Graffiti beschmiert

Kathedrale von Buenos Aires
Foto: guillermo_celano/Shutterstock

Unbekannte Täter haben am vergangenen Freitag die Kathedrale von Buenos Aires in Argentinien beschädigt und die Wände mit verschiedenen Slogans gegen die Kirche, katholische Priester und die Bibel besprüht.

Die Hassparolen gegen Katholiken und Kirche wurden am 27. August während eines von linken Oruppen und Parteien organisierten "Marsches gegen Polizeigewalt" geschmiert.

Die Kirchenwände wurden Sprüchen wie "Die einzige Kirche, die leuchtet, ist eine brennende", "Fackelt die Kirchen ab", "Priester sind Vergewaltiger", und "Ich lese die Bibel nicht, ich benutze sie, um Joints zu drehen" besprüht.

In benachbarten Straßen und Gebäuden wurden Graffiti wie "schießwütige Polizisten sind Völkermord", "der Staat zielt, die Polizei schießt" und "nur ein toter Bulle ist ein guter Bulle" entdeckt.

Zu dem Marsch gegen Polizeigewalt, der auf der Plaza de Mayo stattfand, hatten Gruppen wie die "Sozialistische Arbeiterbewegung" und aufgerufen, um gegen Polizeiübergriffe und vorschnelle Verwendung von Feuerwaffen durch Sicherheitskräfte zu protestieren. Nach Angaben von "Infobae News" riefen auch Angehörige und Freunde von Opfern von Polizeigewalt zu dem Marsch auf.

Nach Angaben von "La Prensa" erklärten die Organisatoren des Marsches, sie hätten nichts mit den Schmierereien an der Kathedrale zu tun und wüssten nicht, wer die Täter seien.

Das Netzwerk für die Achtung der Religion, eine im Juni gegründete Organisation, die sich für die Achtung des Katholizismus in Argentinien einsetzt, verurteilte den Angriff und beklagte, dass es weder eine Prävention noch Reaktion seitens der Stadt wie nationaler Behörden gegeben habe.

Weder Regierung noch Stadtrat hätten die Tat verurteilt.

"Dieser irrationale Hass nimmt aufgrund dieses Verhaltens der Behörden zu. Das Desinteresse und Schweigen ist alarmierend", sagte das Netzwerk in einer Erklärung.

Das Netzwerk betonte auch, dass es eine gerichtliche Klage einreichen werde, "um der wachsenden religiösen Intoleranz entgegenzutreten und den Staat und seine Beamten sowie die Staatsanwaltschaft (deren Aufgabe es ist) sich des Ernstes der Lage bewusst zu werden".

"Dies ist kein Einzelfall", heißt es in der Erklärung weiter. "Wir wollen, dass die Verantwortlichen ermittelt, identifiziert und bestraft werden".

Das Netzwerk forderte außerdem die nationale Regierung und die Stadtverwaltung von Buenos Aires auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, "um solche Aktionen in Zukunft zu unterbinden, die bei den Demonstrationen und Forderungen bestimmter militanter Sektoren an der Tagesordnung zu sein scheinen".

"Die argentinische Gesellschaft, die durch die Pandemie und die vorherrschenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme bereits erschöpft ist, fordert den Schutz der Werte und Prinzipien und die strikte Ablehnung aller Formen materieller und symbolischer Gewalt", heißt es in der Erklärung abschließend.

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Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.