"Mama Margareta": Warum Don Boscos Mutter auf dem Weg zur Heiligsprechung ist

Margarita und ihr Sohn, der heilige Johannes Bosco.
Foto: Wikimedia / Gemeinfrei
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Kennen Sie die auch als "Mama Bosco" bekannte "Mama Margeta"? 

Margareta Occhiena Bosco wurde am 1. April 1788 in Italien geboren, und wie damals üblich, wurde sie am gleichen Tag getauft. Ihr Eltern waren Bauern in einer Dorf – von den zehn Kindern sind mehrere früh gestorben. Aber ihre Familie blieb Gott treu.

Das Dorf war zu klein für eine eigene Schule, und Margareta lernte weder lesen noch schreiben. Obwohl sie keinen Unterricht erhielt, lernte sie doch aus den Lesungen und Predigten in der Kirche. Sie war freundlich und hübsch. Im Gebet fand sie Trost und opferte ihre Arbeit Gott auf für das Glück anderer.

Unweit dieses Dorfes lebte ein Bauer namens Franz Bosco. Er 27 Jahre alt und sehr gläubig. Seine Frau starb, und ließ ihn mit einem Sohn allein, Anton. Franz pflegte auch seine halbgelähmte Mutter. Eine seiner Schwestern lebte in der Nachbarschaft Margaretas und die besuchte er häufig.

So lernte er auch Margareta kennen und hielt bald um ihre Hand an. Sie lehnte ab, mit der Begründung, dass sie sich um ihre Eltern kümmern musste. Doch ihre Geschwister versicherten ihr, dass sie sich um diese sorgen würden. Mit Erlaubnis ihres Vaters heiratete sie Franz am 6. Juni 1812.

Am 8. April 1813 brachte Margareta ihren Sohn Joseph auf die Welt. Dann, am 16. August 1815, wurde Johannes geboren. Wenig später wurde er getauft. Im gleichen Jahr kaufte Vater Franz ein Stück Land, und die Familie erlitt prompt zwei Jahre der Dürre. Dann kam es noch schlimmer: Kurz darauf starb Franz an Lungenentzündung. In seinem Testament bat er darum, dass ihm 30 Messen gelesen werden. Johannes war gerade mal 21 Monate alt.

Nun musste sich Margareta alleine um drei Söhne, den Hof und die Schulden kümmern. Margareta sah, wie wichtig es war, ihren Söhnen den katholischen Glauben beizubringen und sie spielte eine wesentliche Rolle darin, diese darin zu unterrichten. Sie hatte eine besondere Verehrung für Maria, die sie auch ihren Söhnen vererbte.

Als Johannes neun Jahre alt war, hatte er einen Traum. Er sah wilde Tiere, die durch zwei Personen in Lämmer verwandelt wurden. Als sie von diesem Traum erfuhr, schlug Margareta vor, dass Johannes zum Priester berufen sei, und nicht zum Bauern. Bei seiner Erstkommunion sagte Johannes seiner Mutter, dass er Priester sein wollte und für junge Menschen dienen. 

Am 5. Juni 1841 wurde Johannes zum Priester geweiht. Margareta sagte ihm, dass die Messe zu feiern bedeute, dass er auch zu leiden beginnen werde. Johannes entschied, als Lehrer wirken zu wollen und Kindern zu helfen. Zu jener Zeit lebte Margareta das ruhige Leben einer Großmutter.

Im Juli 1846 wurde Johannes krank; seine Mutter betete um Marias Fürsprache, und Johannes wurde wieder gesund. Im gleichen Jahr verließen Johannes und Margareta ihre Heimat und gingen nach Turin. Hier begannen die letzten zehn Jahre im Leben der Mutter des Heiligen. Sie war Mitgründerin des Salesianischen Apostolates. Diese Gemeinschaft religiöser Brürder und Priester existiert bis heute. Sie nahm viele verwaiste Jungen auf, denen Margareta wie eine Mutter war. Daher auch der Spitzname "Mama Bosco", und "Mama Margareta".

Im November 1856 erkrankte Margareta. Ihr Husten entpuppte sich als unheilbare Lungenentzündung. Sie sagte ihren beiden lebenden Söhnen, Joseph und Johannes, dass Unsere Gesegnete Frau immer die Herrscherin sei. Als sie starb, war sie so arm, dass ihr Grab keinen Grabstein bekam. 

Am 23. Oktober 2006 erklärte sie Papst Benedikt XVI. als verehrungswürdig: Der erste Schritt auf dem Weg zu Heiligsprechung.

Verehrte Margareta Bosco, bitte für uns!

Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von www.ChurchPOP.com exklusiv für CNA Deutsch; erste Fassung am 13. Juli 2017.

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