Restaurierte Fresken - der neue Glanz der Katakombe von Marcellinus und Petrus

Die Katakomben werden mit Laser-Technik gereinigt
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy
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Dank modernster Technik und einer besonderen Partnerschaft erstrahlen die berühmten Katakomben Roms in neuem Glanz.

Es ist bereits eine bewährte Zusammenarbeit bei der Restaurierung der römischen Katakomben: Jene zwischen der Haydar-Aliyev-Stiftung aus Aserbaidschan und der Päpstlichen Kommission für christliche Archäologie. Und während ein Werk vorgestellt wird, denkt man schon an das nächste.

In diesem Fall: während der Öffentlichkeit die Wiederherstellung der Fresken der Katakomben der heiligen Marcellinus und Petrus auf der Via Casilina präsentiert werden, unterzeichnet man bereits einen neuen Vertrag zur Wiederherstellung der Sarkophage der Katakomben des heiligen Sebastian auf der Via Appia.

Reise des Papstes nach Aserbaidschan

Die Unterschrift von Kardinal Gianfranco Ravasi und der Präsidentin der Stiftung, Mehriban Aliyeva, der First Lady von Aserbaidschan, wird zu einem Zeitpunkt geleistet, an die Stimmen über eine Reise von Papst Franziskus nach Aserbaidschan im September lauter werden. Tatsächlich hat der aserbaidaschanische Botschafter Elchin Amirbayov bestätigt, dass der Papst die Einladung angenommen habe, die ihm der Präsident bereits 2015 ausgesprochen hatte. Es gebe noch kein festgesetztes Datum, aber es wäre zweifelsohne eine große Ehre für das Land, nach dem historischen Besuch von Johannes Paul II im Jahre 2002, erneut einen Pontifex zu empfangen.

In der Zwischenzeit ist die Zusammenarbeit auf kultureller Ebene bedeutsam. Heute erstrahlen die Fresken der Katakomben, die durch die Zeit - und vor allem für die Nachwelt - die Leiber der beiden Märtyrer bewahrt haben, dank der Investitionen der Haydar- Aliyev-Stiftung in neuem Glanz.

Drei Jahre Arbeit an der Grabkammer der Susanna, an der Daniel-Nische, am Arkosol von Sabina, am Arkosol von Orpheus, an der Grabkammer der Madonna mit den zwei Magiern, an der Grabkammer der betenden Matrone.

Die fortschrittlichsten Reinigungstechniken mit Laser haben es ermöglicht, von den großartigen Bildern die graue Patina zu entfernen.

Langjährige Partnerschaft

Die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung und dem Heiligen Stuhl begann am 22. Juni 2012, als im Päpstlichen Rat für die Kultur ein Abkommen zwischen der Haydar-Aliyev-Stiftung aus Aserbaidschan und dem Päpstlichen Rat für christliche Archäologie unterzeichnet worden war, das die Subvention betrifft, die dem Heiligen Stuhl die Restaurierung einer beträchtlichen Anzahl von bemalten Grabkammern in den römischen Katakomben der heiligen Marcellinus und Petrus auf der Via Casilina ermöglicht hatte.

"Unser großer Reichtum besteht auch in der Präsenz vieler religiöser Konfessionen" erklärt Mehriban Aliyeva. Der Komplex der heiligen Marcellinus und Petrus fügt sich, nach den jüngsten Restaurierungsarbeiten, die dank des wirklich wertvollen Beitrags der Haydar-Aliyev-Stiftung aus Aserbaidschan durchgeführt worden sind, in diesem Jubiläumsjahr wie ein wertvoller Edelstein in das Viertel von Tor Pignattara ein und wird zu einem unverzichtbaren Ziel für die Pilger, die aus aller Welt nach Rom kommen.

Ein Abkommen für die Zukunft

Die Geschichte der beiden Märtyrer Marcellinus und Petrus reicht bis in die Zeit der Verfolgungen unter Diokletian im Jahr 304 zurück. Die Matrone Lucilla brachte die Leichname der beiden Märtyrer zur Via Casilina, an den Ort Duas Lauros, zu einem bereits existierenden christlichen Friedhof. Die Katakomben erstrecken sich auf einer Fläche von 18.000 Quadratmetern. Man nimmt an, dass auf dieser Fläche circa 15.000 Personen bestattet worden waren.

Das Abkommen für die Zukunft betrifft hingegen den Komplex der Katakomben des heiligen Sebastian und besonders einige Sarkophage, die sich innerhalb der originalen Mausoleen befinden. Circa 15 Kunstwerke werden wieder zu ihrem ursprünglichen Glanz zurückgeführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.