Zum Tod eines Freundes: Papst Benedikt XVI. schreibt bewegenden Beileidswunsch

"Nun ist er im Jenseits angelangt, wo sicher schon viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, dass ich mich bald hinzugesellen kann"

Papst Benedikt XVI.
Foto: Paul Badde / EWTN

Mit einem bewegenden Schreiben hat Benedikt XVI. auf den Tod von Pater Gerhard Winkler reagiert, eines befreundeten Zisterziensers.

"Nun ist er im Jenseits angekommen, wo sicher schon viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, dass ich bald zu ihnen stoßen kann", schreibt der 91 Jahre alt Papa emeritus in seinem Brief, der vom oberösterreichischen Stift Wilhering veröffentlicht wurde.

Wörtlich schrieb Benedikt dem Abt, Reinhold Dessl O.Cist.:

"Sehr geehrter Vater Abt!

Die Nachricht vom Heimgang von Prof. DDr. Gerhard Winkler O.Cist., die Sie mir übermittelt haben, hat mich tief getroffen. Unter allen Kollegen und Freunden stand er mir am nächsten. Seine Heiterkeit und sein tiefer Glaube haben mich immer angezogen. Nun ist er im Jenseits angelangt, wo sicher schon viele Freunde auf ihn warten. Ich hoffe, daß ich mich bald hinzugesellen kann. Einstweilen bin ich ihm und der klösterlichen Gemeinschaft von Wilhering im Gebet verunden.

Herzliche Grüße und Segenswünsche

im Herrn Ihr

Benedikt XVI."

Bild: Stift Wilhering

Das Zisterzienserkloster hat dem verstorbenen Pater eine Gedenkseite eingerichtet.

Der 1931 in Wilhering geborene Gerhard Bernhard Winkler war 1951 in das Zisterzienserstift seiner Heimatgemeinde eingetreten und 1955 zum Priester geweiht worden.

Der Pater war parallel mit dem späteren Papst Benedikt -- damals noch Professor Joseph Ratzinger -- 1974 bis 1983 als Ordinarius für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Regensburg tätig. Von 1983 bis 1999 war der Zisterzienser der Ordinarius für Kirchengeschichte an der Universität Salzburg.  Im Zentrum seiner Forschung standen Bernhard von Clairvaux und der Zisterzienserorden.

Nach Angaben der Diözese Linz war Winkler seit Oktober 2018 im Rudigierheim der Kreuzschwestern in Linz ansässig, wo er liebevoll betreut wurde.

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