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Erzbistum Paris beruft wegen Taufboom große Provinzsynode ein

Paris

Der historische Anstieg der Konversionen belebt das kirchliche Leben in Frankreich spürbar. Darauf reagiert das Erzbistum Paris mit der Einberufung einer großen Provinzsynode.

Wie das Erzbistum mitteilte, begann die Initiative am 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des heiligen Paulus, mit einer viermonatigen Konsultation, an der alle Pfarreien und neun Bischöfe beteiligt sind.

Seit fünf Jahren ist in Frankreich ein deutlicher Anstieg junger Menschen und Erwachsener zu beobachten, die um die Taufe bitten. Anfang 2025 sind die Zahlen erneut deutlich gestiegen. Dies hat Erzbischof Laurent Ulrich von Paris im April dazu veranlasst, die Einberufung des Rates vorzuschlagen.

Allein in der Erzdiözese Paris wurden zu Ostern 2025 2.652 Erwachsene getauft. Laut einer jährlichen Umfrage des Nationalen Dienstes für Katechumenen der französischen Bischofskonferenz stieg die Zahl der Erwachsenentaufen landesweit auf 17.800. Während der Osternacht am 19. April 2025 wurden 10.384 Erwachsene und mehr als 7.400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren getauft.

Jedoch verzeichnet die katholische Kirche in Frankreich seit dem Jahr 2000 mehr Todesfälle als Taufen. Ein Bericht des Instituts „La vérité des chiffres”, aus dem Jahr 2014, dokumentiert, dass die Zahl der katholischen Todesfälle in Frankreich seit Anfang der 2000er Jahre bei etwa 400.000 bis 450.000 pro Jahr liegt. Im selben Zeitraum sank die Gesamtzahl aller Taufen (Säuglinge und Erwachsene) kontinuierlich auf 277.641 im Jahr 2013. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 wurden noch etwa 440.000 Menschen getauft.

„Das Thema ist äußerst erfreulich und motivierend“, betonte der Generalsekretär der neuen Provinzsynode, Priester Maximilien de La Martinière, gegenüber OSV News. Er berichtete weiter: „In meiner Gemeinde haben wir in den letzten Jahren während jeder Osternacht etwa 15 Jugendliche oder junge Erwachsene getauft. Aber letztes Jahr waren es 23, und wir haben jetzt 50 Katechumenen von 800 Menschen, die sonntags zur Messe kommen“.

Zudem betonte der Priester, dass „dies die Gemeinde verändert. Viele Gemeinden erleben ähnliche Situationen.“ Das Ausmaß dieser Bewegung „beginnt sich wirklich auf das Leben der Katholiken in Frankreich auszuwirken“, sagte er.

In die Provinzssynode sollen auch Jugendbewegungen wie die Pfadfinder, Schulseelsorger und katholische Universitäten eingebunden werden. Nach der Konsultationsphase werden am 31. Mai insgesamt 400 Personen einen einjährigen Prozess beginnen.

In den darauffolgenden Monaten werden die Bischöfe nach Rom reisen, um ihre Schlussfolgerungen und Empfehlungen vorzustellen. Die Umsetzung der Beschlüsse soll zu Allerheiligen 2027 beginnen.

„Wir sind uns seit langem bewusst, dass es keine Altersgrenze für die Taufe gibt“, so der Priester weiter. „Aber bis jetzt waren die Taufvorbereitungsgruppen sehr klein. Ich erinnere mich, dass es zu meiner Kindheit manchmal höchstens ein oder zwei Taufen während der Osternacht gab. Heute sind es Dutzende“, betonte er.

„Diese Konvertiten bringen eine neue Dynamik und Energie in unsere Gemeinden. Ich denke dabei an einen von ihnen, der vor einigen Monaten zu Ostern getauft wurde. Jetzt beginnt seine Mutter, in seine Fußstapfen zu treten“, so der Priester. Für ihn ist „Gott der Gott der Überraschungen“, der bittere Zitronen in Limonade verwandle.

Eine besondere Rolle spielten nach seinen Worten Großeltern, deren Glaubenspraxis für viele junge Taufbewerber prägend sei. „Viele von ihnen sprechen darüber, wie wichtig ihre Großeltern für sie waren“, fügte er hinzu. Diese Generation sei häufig noch kirchlich verwurzelt, während die Elterngeneration den Glauben oft nicht weitergegeben habe.

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