Dienstag, Januar 27, 2026 Spenden
Ein Dienst von EWTN News

Bonifatiuswerk erklärt sich „solidarisch“ mit Menschen in Grönland nach Trump-Forderungen

Msgr. Georg Austen

Das Bonifatiuswerk hat in Person von Generalsekretär Msgr. Georg Austen erklärt, man stehe „solidarisch an der Seite der Menschen in Grönland“. Hintergrund sind die Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach mehr Kontrolle in dem riesigen Gebiet.

Grönland ist flächenmäßig über sechsmal größer als Deutschland. Geografisch gehört es zu Nordamerika, aber politisch zum Königreich Dänemark, wobei Grönland sich selbst verwaltet.

In Grönland leben nur etwa 57.000 Menschen, von denen nur etwa 500 katholisch sind. Genau solche Diaspora-Regionen unterstützt das Bonifatiuswerk seit vielen Jahrzehnten – konkret in Deutschland, im Baltikum und in Nordeuropa.

„In Zeiten globaler Unsicherheiten braucht es mehr denn je verlässliche Beziehungen über staatliche Grenzen hinweg“, betonte Austen. „Als Weltkirche erinnern wir daran, dass echter Friede nicht durch Machtansprüche entsteht, sondern durch Dialog, gegenseitigen Respekt und das Gebet füreinander.“

Zuletzt waren die Forderungen von Trump weniger aggressiv und martialisch. Zuvor hatte er immer wieder darauf gepocht, Grönland in irgendeiner Form zu übernehmen. Mitte Januar waren Vertreter von Grönland und Dänemark im Weißen Haus in Washington, um mit Trump über seine Pläne zu reden.

Wie die Tagesschau berichtete, hatte er vor den Gesprächen „seinen Anspruch auf Grönland bekräftigt. Die USA benötigten die Insel aus Gründen der nationalen Sicherheit, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die NATO solle dafür den Weg ebnen.“

„Geschehe das nicht, würde Grönland in die Hände von Russland oder China fallen, warnte Trump“, so der Bericht weiter. „Die NATO-Mitgliedschaft des zum Königreich Dänemark gehörenden Territoriums im Nordatlantik sei kein ausreichender Schutz für Grönland […]“.

„Die Insel ist von strategischer Bedeutung, weil das durch den Klimawandel bedingte Abschmelzen des Eises kürzere Handelswege nach Asien ermöglicht“, erläuterte die Tagesschau. „Dies könnte auch die Gewinnung und den Transport unerschlossener Vorkommen von Mineralien erleichtern, die für den Bau von Computern und Mobiltelefonen benötigt werden.“

Grönland ist aufgrund der besonderen Beziehung zu Dänemark Teil der Nato. Sollte Grönland durch Russland oder China angegriffen werden, würden die anderen Mitgliedsstaaten der Nato zur Verteidigung schreiten – darunter auch die USA, der militärisch schlagkräftigste Teil des Bündnisses. Bereits jetzt könnten die USA ihre militärische Präsenz in Grönland aufgrund eines Abkommens von 1951 massiv erhöhen, um auf eine russische oder chinesische Bedrohung abschreckend zu wirken. Eine solche Lösung scheint in den letzten Tagen wahrscheinlicher geworden zu sein.

Erhalten Sie Top-Nachrichten von CNA Deutsch direkt via WhatsApp und Telegram.

Schluss mit der Suche nach katholischen Nachrichten – Hier kommen sie zu Ihnen.

WhatsApp Telegram

Unsere Mission ist die Wahrheit. Schließen Sie sich uns an!

Ihre monatliche Spende wird unserem Team helfen, weiterhin die Wahrheit zu berichten, mit Fairness, Integrität und Treue zu Jesus Christus und seiner Kirche.

Spenden

Die Besten katholischen Nachrichten - direkt in Ihren Posteingang

Abonnieren Sie unseren kostenlosen CNA Deutsch-Newsletter.

Klicken Sie hier