Ein Mann des Ausgleichs und der Besinnung: Kardinal Kurt Koch feiert 70. Geburtstag

"In einer Krise der Kirche, in der theologischer Provinzialismus, reaktionärer Dumpfsinn und radikale Heterodoxien lautstark verkündet werden, ist Kardinal Kurt Koch eine Stimme der klugen und klaren Besinnung."

Kardinal Kurt Koch
Foto: Paul Badde / EWTN.TV
15 March, 2020 / 9:26 AM

Er ist der einzige Schweizer Kardinal im Vatikan – ein Mann des Ausgleichs und des Konsens, statt fauler Kompromisse – und Lesern von CNA Deutsch durch seine Beiträge bestens bekannt: Am heutigen Sonntag, 15. März feiert Kardinal Kurt Koch seinen 70. Geburtstag. 

Der Schweizer Kurienkardinal und ehemalige Bischof von Basel ist auch und gerade als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ein ebenso wohltuender wie wichtiger Mann der Besinnung darauf, worauf es letztlich im Leben eines jeden Christen ankommt.

In einer Zeit, in der Populisten schamlos vor Populismus warnen im Versuch, eine persönliche oder politische Agenda auf Kosten der Wahrheit durchzudrücken, in einer Krise der Kirche, in der theologischer Provinzialismus, reaktionärer Dumpfsinn und radikale Heterodoxien  lautstark verkündet werden, ist Kardinal Kurt Koch eine Stimme der klugen und klaren Besinnung.

Immer wieder lädt der stets ruhige, freundliche Kirchenmann dazu ein, tiefer zu denken, weiter zu blicken, und dabei den Kern nicht aus dem Blick zu verlieren: Jesus Christus, das Kreuz und die Lehre der Kirche.

Das gilt auch für die Anliegen und Rolle des Papstes, die er selber klug beschrieben hat – sowie gerade für die Einheit der Christen und die Rolle der Wahrheit, die für Katholiken sowohl subjektiv wie objekt erkennbar und lebbar ist, und Grundlage der Einheit sein muss.

Koch selbst hat dafür den Konvertiten und Kardinal John Henry Newman zitiert, der "ein leidenschaftlicher Sucher nach der Wahrheit" gewesen sei und auch heute noch gleichermaßen von den Anglikanern verehrt werde. Newman habe einen viel tieferen Begriff des Gewissens geprägt, das für ihn immer die Stimme der objektiven Wahrheit gewesen sei. Er könne heute ein wichtiges Beispiel darin sein, "wie er objektive Wahrheit und subjektive Spiritualität versöhnt hat". 

Dies weiter im Dienst an der Kirche und Wahrheit so erfrischend ruhig und unprätentiös zu leisten: Das sei dem sympatischen Kirchenmann – wie uns allen – zu seinem 70. Geburtstag herzlich gewünscht.

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