UN-Bog Video: Der richtige Weg aus der Coronavirus-Krise

Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Foto: Screenshot
11 May, 2020 / 8:21 AM

Was sagt die Weltgesundheitsorganisation über die richtige Lockerung der Beschränkungen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie?

Bei ihrer wöchentlichen Pressekonferenz hat die WHO in Genf die Wiedereröffnung erklärt, dass nicht alle Beschränkungen gelockert werden dürften.  



Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus , Generaldirektor, Weltgesundheitsorganisation, Genf
"Unsere gemeinsame Zustimmung für grundlegende Maßnahmen wie Händewaschen und körperliche Distanzierung sollte nicht gelockert werden. Ebenso wenig sollten die Vorgehensweisen, die die Grundlage bei der Suche, der Isolierung, der Tests und Therapie jedes einzelnen Falls ist und dessen Rückverfolgung zu jedem Kontakt, nicht  gelockert werden. "

"Indem einige Länder die Abriegelung langsam aufheben, geben sie den Ländern  die in eine Epidemie geraten Hoffnung," so Dr. Michael J. Ryan, Leiter des Notfallprogramms der Weltgesundheitsorganisation, "und sie geben Ihnen die Möglichkeit aus den Maßnahmen Lehren zu ziehen. Teilen Sie ihre Erkenntnisse und helfen Sie anderen Ländern, den Kampf zu führen, dem sie sich stellen müssen".

Abgesehen von dem Virus ist für viele Länder infolge der Abriegelung der größte Kampf der gegen Arbeitslosigkeit, Erzeugungs und Handelsverluste, die bereits schwere wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe verursachte haben und mehr werden in naher Zukunft erwartet.

Stephanie Von Friedeburg, Geschäftsführerin der Internationalen Finanz-Corporation : "Ich denke, das es dabei keine Rolle spielt ob es sich um ein entwickeltes Land oder ein Entwicklungsland handelt, die Isolierung des Wirtschaftslebens kann zum Bankrott führen. Was wir erleben werden, ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, der Verlust von Arbeitsplätzen, Liquiditätsprobleme besonders auch im landwirtschaftlichen Bereich. Je länger die Schliessungen andauern, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Pleite."

Viele Menschen sind der Meinung, dass die lange Sperre nicht notwendig war, und geben jetzt ihren Regierungen die Schuld für die Folgen. 

"OK, zunächst einmal würde ich sagen, dass Milliarden von Meinungen zu diesem Thema fehl am Platz sind, " sagt uns Monsignore Robert J. Vitillo, Gesundheitsexperte, Mitglied der Delegation des Heiligen Stuhls in Genf.

" Ich glaube, wir erhalten wertvolle Fakten von medizinischen Experten, Experten für öffentliche Gesundheit und Wissenschaftlern, die uns raten, dass wir, bevor wir ganz und gar zur Normalität zurückkehren können, zunächst der dramatische Rückgang der Zahl der Neuinfektionen in einem Gebiet und auch die Zahl der Todesfälle durch COVID-19 stattfinden müssen und dass wir uns nicht auf unsere eigene oder die persönliche Meinung anderer Menschen verlassen dürfen."

Das heiße Thema Nummer Eins bleibt jedoch o b der Verzehr von Fledermäusen in China diese Pandemie verursacht hat. Die Weltgesundheitsorganisation scheint eine Antwort darauf zu haben.
 
Dr. Maria Van Kerkhove, Technische Leitung Covid 19 , WHO
"Dies ist ein Coronavirus, und Coronaviren zirkulieren in Fledermäusen und werden vererbt. Das wissen wir aufgrund der genetischen Informationen dieses Virus und anderer Coronaviren, die weltweit im Umlauf sind."

Aber es gibt auch viele Ökologen und Wissenschaftler, die sagen, dass es keinen endgültigen Beweis dafür gäbe, dass das Virus direkt von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde, sondern durch einen "Zwischenwirt", das Schuppentier.

Am 24. Februar beschloss China ein dauerhaftes Verbot des Verzehrs und Handels mit Wildtieren. Dennoch ist für viele die Schlussfolgerung, dass diejenigen, die die Fledermäuse gegessen haben, die Pandemie in diese Welt gebracht haben.  

"Zunächst einmal verursacht der Verzehr von Fledermäusen oder vielen anderen Tieren zum Mittag- oder Abendessen oder sogar zum Frühstück keine Pandemien," klärt uns Monsignore Robert J. Vitillo auf. "Die Pandemien werden dadurch verursacht, dass es Viren und andere Bakterien und andere Krankheitserreger gibt, die sowohl in Tieren als auch in Menschen leben. Und meisstens können wir mit ihnen ohne Symptome oder ohne krank zu werden leben. Aber bestimmte Krankheiten können, wenn sie vom Tier auf den Menschen übertragen werden, den Menschen sehr krank machen. Und deshalb ist es für uns so wichtig, dass wir bei der Zubereitung von Lebensmitteln darauf achten diese hygienisch richtig zu zubereiten. Wissen Sie, wir haben Trichinose bei Schweinen, dennoch verbieten wir es nicht Schweinefleisch zu essen. Aber wir weisen darauf hin dass es richtig gekocht wird. Wir haben Darmbakterien von Hühnern. Trotzdem verbieten wir nicht ihren Verzehr. Wir weisen aber stets darauf hin dass die Hühner vorher sorgfältig gesäubert werden müssen. Und das man alle Oberflächen auf denen die Hühner vor dem Kochen lagen, sorgfälltig desinfizieren soll."

"Das Mittel gegen dieses Virus sind die gesellschaftliche Einheit und globale Solidarität," glaubt Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, "und ein Gegenmittel ist der menschliche Geist."

Hoffen wir also, dass der menschliche Geist jeden dazu bringt , vorsichtig zu sein und die verordneten Richtlinien zu befolgen.

Zum Abschluss zitieren wir den Experten für Fledermäuse und Schutzmaßnahmen: Batman. 

Er sagte: "Trag eine Maske ... die Maske ist nicht nur für Dich... sie schützt auch die, die Dir wichtig sind".

Original-Interview aufgenommen vom EWTN-Korrespondenten an der UNO in Genf, Ignatius Mugwagwa. Redaktion, Übersetzung, Schnitt und Sprecher: Christian Peschken (EWTN Deutschland).

Hinweis: Dieser Blogpost – sein Inhalt sowie die darin geäußerten Ansichten – sind kein Beitrag der Redaktion von CNA Deutsch.