Tausende nehmen in Madrid an "Demonstration für die Freiheit" teil

Demonstranten in Madrid bei der #ManifestaciónPorLaLibertad
ACI Prensa via Hazteoir.org

Tausende Menschen haben am gestrigen Sonntag auf den Straßen Madrids an einer "Demonstration für die Freiheit" teilgenommen. Die #ManifestaciónPorLaLibertad wurde von "HazteOir.org" ("Lass Deine Stimme hören") organisiert. Es gehe um "die Meinungsfreiheit und das Recht der Eltern, ihre Kinder nach den eigenen Überzeugungen zu erziehen", teilten die Veranstalter mit. 

Die Demonstration sei eine Reaktion auf Zensur-Versuche, Hetze und andere Kampagnen gegen den "Busder Freiheit", hieß es. Unter dem Motto #ElBusDeLaLibertad hatten die Organisatoren ein Zeichen gegen die Einführung der Gender-Ideologie an spanischen Schulen gesetzt.

Die Demo begann um 12.00 Uhr auf der Plaza de la Libertad. Mit Rufen wie "Wenn du Vielfalt willst, dann respektiere meine Ideen" und "Meinungsfreiheit, Freiheit der Erziehung" gingen Tausende von Personen, begleitet von zahlreichen Polizisten, die Madrider Straße Paseo del Prado entlang, bis hin zur Plaza de Cibeles. Dort befindet sich der Sitz der Stadtverwaltung Madrids.

"Ein Fest der Demokratie und der Freiheit"

Ignacio Arsuaga, Präsident von HazteOir (HO), erklärte gegenüber CNA, dass die Demonstration ein "Fest der Demokratie und der Freiheit" gewesen sei, da "wir Bürger auf die Straße gegangen sind, um die öffentlichen Behörden und die Medien aufzufordern, uns zu respektieren."

Der Marsch so Arsuaga, habe auch "das politisch Korrekte kritisiert": Es sei ein ziviler Akt, der verurteile, dass "die Gruppen, die an der Macht sind, ihr totalitäres Gedankengut unter farbigen Flaggen verstecken."

Der Präsident von HO versicherte gleichzeitig, dass die Demonstrationen keineswegs grundlos provozieren wollten. Der Marsch sei vielmehr dazu da, "unsere Meinung im öffentlichen Raum auszudrücken."

Platz für Gegner wie Befürworter der Gender-Ideologie

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"In der Demokratie in Spanien ist Platz für alle: Für diejenigen, die die Gender-Ideologie befürworten und jene, die das nicht tun. Wir sind auch auf die Straße gegangen, um die Verwantwortlichen für die Erziehung aufzufordern, das Recht der Eltern zu respektieren, die Kindern nach ihrem Gewissen zu erziehen", erklärte er gegenüber CNA.

Der Präsident von HO verurteilte vor tausenden Menschen die "Hetzkampagne" der HazteOír.org unterzogen worden sei, seit der Bus der Freiheit begonnen habe, herumzufahren.

"Wir möchten sie darüber informieren, dass in 10 autonomen Gemeinden, auch in Madrid, Gesetze verabschiedet wurden, die allen Schülern in allen Erziehungsanstalten ein bestimmtes Modell affektiv-sexuellen Verhaltens aufzwingen: jenes der Genderideologie", so Arsuaga in seiner Rede vor dem Rathaus Madrids.

Durch diese Gesetze werde, kritisiete Arsuage, bestimmten LGTB-Verbänden der Zugang zu den Schulen geöffnet, um "unseren Kindern ihre Ideen aufzudrängen und darüber zu wachen, dass die schulischen Materialien und Aktivitäten ihren Plänen angepasst werden."

"In dem Gesetz, das in Madrid verabschiedet wurde, wird eine Vision der konkreten Sexualität aufgezwungen, die jene der Genderideologie ist. Wir würden gern über die affektiv-sexuelle Erziehung unserer Kinder selber entscheiden können und dies wird durch das Recht auf Erziehungsfreiheit geschützt, das wir hier heute einfordern".

Arsuaga sagte auch, dass "bestätigt wird, was HazteOír mit dem Bus deutlich macht: Dass in Spanien die Sexualerziehung grundlegende Rechte ausschließen will, wie es das Recht auf Gewissensfreiheit und auf Meinungsfreiheit ist, sowie das Recht, das wir Eltern haben, unsere Kinder nach unserem Gewissen zu erziehen."

Der Präsident von HO versicherte, er sei bereit "mit allen in Dialog zu treten, die reden wollen. Auch mit denen, die die Genderideologie wollen, denn obwohl es viele Punkte gibt, bei denen unsere Ansichten unterschiedlich sind, sind wir sicher, dass es auch andere gibt, bei denen wir uns einig sind, wie die Verteidigung der Freiheit und der freien Meinungsäußerung, die Freiheit der Erziehung und die Erziehung unserer Kinder zur Toleranz."

Arsuaga dankte den Anwesenden für ihre Teilnahme und ermutigte sie, weiterhin "die Freiheit zu verteidigen", denn: "in Spanien gibt es noch viel zu tun."

Auch transsexuelle Beteiligung an Demonstration

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Neben Arsuaga stand unter dem Hauptbanner auch Charlotte Goiar, die erste Person in Spanien, der der Oberste Gerichtshof eine Geschlechtsumwandlung zugestanden hatte.

Goiar erklärte den Medien, dass sie sich entschlossen habe, an der #ManifestaciónPorLaLibertad teilzunehmen, weil sie "die Meinungsfreiheit unterstütze" und die "sexuelle Indoktrination ablehne, die die Lobby der Gender-Ideologie in den Schulen mit Gewalt einführen wolle, wodurch sie die spanischen Kinder für ihre eigenen Interessen benutzt".

In den Medien verurteilte Goiar "dieses totalitäre Regime, von dem wir während der gesamten Kampagne des Busses der Freiheit von HazteOir gesehen haben, dass es sich durch die LGTB-Lobby brutal und mit Gewalt aufzwingt."

"Meine Anklage hier ist jene der Manipulation an Kindern, die an Genderinkongruenz leiden - durch manipulierende Eltern unter Einfluss der LGTB-Lobby. Lasst die Kinder in Ruhe. Meinungsfreiheit!", bekräftigte sie.

Rocio Monasterio, Vorsitzende der Partei VOX in Madrid, nahm ebenfalls an der Demonstration teil. Zu CNA sagte Monasterio, dass sie seit Beginn von VOX "für die Verteidigung der Freiheit gekämpft" habe. Sie bekräftigte ihre Bereitschaft, weiterhin "an allen Demonstrationen teilzunehmen, die die Freiheit verteidigen, egal wer sie einberuft."

"Wir wollen, dass sie uns sprechen lassen, wir wehren uns gegen die Zensur und fordern etwas, worin sich alle Eltern Spaniens einig sind: Die Erziehung ihrer Kinder in Freiheit selbst wählen zu können" so die Präsidentin von VOX in Madrid weiter zu CNA.

Alicia Rubio, Autorin des von Lobby-Gruppen kritisierten Buches Cuando nos prohibieron ser mujeres…, y os persiguieron por ser hombres ("Als sie uns verboten haben, Frauen zu sein... und uns verfolgt haben, um Männer zu sein", behauptete, die Gesellschaft stehe vor der "ersten Generationen dieser sozialen Konstruktion [...], die auf Lüge und Hass gegründet ist und in der zwei plus zwei fünf ergibt".

Rubio an, dass "sich die Freiheit in ein Verbrechen gewandelt habe. Wir haben den Tiefpunkt erreicht. Denn es zeigt sich, dass es keine Meinungsfreiheit gibt und ohne die gibt es keine Freiheit. Sie haben so viele unserer Rechte verletzt, es bleibt nur noch der Abgrund und diejenigen, die uns vertreten sollen, drücken uns bis auf den Boden. Wir können keinen einzigen Schritt mehr vorwärts tun."

Internationale Unterstützung und Manifest

Die #ManifestacionPorLaLibertad erhielt die Unterstützung von fast 100 sozialen Institutionen der Zivilgesellschaft zahlreicher Länder Europas, wie auch der Vereinigten Staaten und Lateinamerikas. Darunter einige bedeutsame wie Alliance Defending Freedom International aus den Vereinigten Staaten, Red Familia aus Kolumbien, In the Name of the Family aus Kroatien, Parejas Reales aus Peru oder Family First aus Neuseeland.

Auch viele in Spanien lebende Peruaner nahmen an der #ManifestacionPorLaLibertad teil.

Während des Marsches wurde ein Manifest verlesen, "nach der Polemik, die der Bus des HO ausgelöst worden war, der die Debatte zur Meinungsfreiheit in Spanien ins Gespräch gebracht hat."

In diesem Manifest werden die öffentlichen Behörden zur "Achtung aller Rechte jeder Person" aufgefordert, und "dass nicht die Interessen kleinerer Gruppen aufgezwungen und vorherrschend werden und dabei die grundlegenden Rechte Freiheiten der Bürger verletzt werden."

Der Originaltext des Manifestes kann hier nachgelesen werden:

https://go.citizengo.org/firmamanifiestolibertaddeexpresion.html

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