Redaktion - Sonntag, 4. Januar 2026, 8:00 Uhr.
Ein kolumbianischer Priester ist in Modena in Norditalien niedergestochen worden. Der Angriff auf Rodrigo Grajales Gaviria hatte offenbar nicht das Ziel, ihn auszurauben, sondern ihm das Leben zu nehmen.
Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 30. Dezember in der Altstadt von Modena. Der 45-jährige Grajales Gaviria ist Kaplan der lateinamerikanischen Gemeinde und Mitarbeiter in der Kirche San Giovanni Evangelista unter Pfarrer Graziano Gavioli.
Nach vorliegenden Informationen stach der Angreifer dem Priester in die linke Halsseite und floh anschließend durch die Straßen. Grajales Gaviria wurde versorgt und ins Krankenhaus von Baggiovara gebracht, wo er notoperiert wurde.
Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete, dass es sich bei der Messerattacke „nicht um einen Raubüberfall handelte, sondern um einen vorsätzlichen Angriff mit dem Ziel, ihn zu töten, wie die Polizei der Stadt Emilia-Romagna am Mittwoch erklärte“. Später hieß es, am 1. Januar sei ein 29-jähriger Mann als Tatverdächtiger festgenommen worden.
Die Erzdiözese Modena-Nonantola bekundete ihr Mitgefühl für den Priester Rodrigo Grajales Gaviria, bedankte sich für die Solidaritätsbekundungen und betonte, dass der kolumbianische Priester außer Lebensgefahr sei.
In ihrer Erklärung gab die Erzdiözese auch die Worte von Pfarrer Gavioli wieder, der sagte: „Gott sei Dank war die Wunde am Hals, obwohl groß, nicht tief genug, um sein Leben zu gefährden.“
„Es scheint sich nicht um einen Raubüberfall gehandelt zu haben, sondern um einen regelrechten Überfall. Wir vertrauen darauf, dass die Ermittlungen uns helfen werden, den Täter und das Motiv zu identifizieren“, erklärte Gavioli.
Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.





