Was die Eltern des kleinen Davide den Synodenvätern ans Herz gelegt haben

„Synodenbaby" Davide und seine Eltern, Patrizia und Massimo Paloni.
CNA/Daniel Ibanez

Er ist der kleine Stern der Familiensynode: Der gerade mal vier Monate alte Davide hat die Herzen der Synodenväter wie der Presse erobert. Seine Eltern sind Massimo und Patrizia Paloni, gebürtig aus Rom. Sie haben 12 Kinder und leben als Missionare in den Niederlanden.  Am Donnerstag sprachen sie gemeinsam vor der Synode. Hier ist der Wortlaut ihrer Rede, den der Neokatechumenale Weg, zu dem die beiden gehören, dokumentiert hat:

Massimo Paloni: Wir sind Massimo und Patrizia Paloni, Itinerantenfamilie des Neokatechumenalen Weges, in Mission in Holland, wir haben 12 Kinder. Wir möchten uns von Herzen beim Heiligen Vater dafür bedanken, dass er uns eingeladen hat: dies erlaubt uns, Gott für die großen Werke, die er in unserem Leben vollbracht hat, die Ehre zu geben. Er hat erlaubt, dass wir den Glauben von unseren Eltern empfangen konnten und er hilft uns, ihn an unsere Kinder weiterzugeben, was unsere grundsätzliche Aufgabe ist.

Wir haben erfahren, wie der Heilige Johannes sagt, dass „die Gebote des Herrn nicht schwer sind“ (1 Joh 5,3).

In der Tat, es war Gott, der in uns gewirkt hat; er stützt uns in unserer Schwachheit und schenkt uns ein großzügiges Herz, offen dafür, die Kinder anzunehmen, die er uns geschenkt hat, und er sorgt jeden Tag unserem Leben vor: All dies kostenlos und schrittweise durch einen Weg der christlichen Initiation.

Der Weg fördert in den Pfarreien ein Itinerarium katholischer Formung, das die Personen, durch die Wiederentdeckung der enormen Gnade der Taufe, zu einer Statur des erwachsenen Glaubens kommen lässt. Auf einem solchen durch die Jungfrau Maria inspirierten Weg, wird der neue Mensch erzeugt. In dem die Taufe wächst, verliert die Ursünde, die den Menschen dazu zwingt, für sich selbst zu leben, ihre Kraft. Es erscheint der himmlische Mensch, der fähig zu lieben und sich dem Leben und der Kirche zu öffnen ist.

In Anbetracht der dramatischen Krise der Familie ist es dringend notwendig, die christliche Initiation einzuführen, um stufenweise dazu zu gelangen, die Radikalität des Evangeliums zu leben, welche die der Kirche Fernstehenden anzieht.

Patrizia Paloni:  Schon in der Verlobungszeit war die Kenntnis des Lehramts der Kirche für mich eine Verheißung, die mich mit Freude erfüllt hat. So konnte ich den Willen Gottes annehmen und mich frei für das Leben entscheiden. Gemeinsam mit unzähligen Familien will ich meine tiefe Dankbarkeit gegenüber dem seligen Paul VI. für die Enzyklika Humane Vitae ausdrücken. Dadurch hat mir die Kirche als Mutter und Lehrerin die Wahrheit über das Leben verkündigt.

Ungeachtet der alltäglichen Kämpfe kann ich bezeugen, dass diese Verheißung sich in der Ehe verwirklicht hat: eine echte Gnade. Die eheliche Treue und die Offenheit zum Leben, in dem wir alle Kinder annahmen, die Gott uns geben wollte, waren für mich keine Last. Ich habe erfahren, dass die verantwortliche Elternschaft nicht die Zahl der Kinder zu bestimmen bedeutet, sondern vielmehr sich der Größe der Berufung bewusst zu sein, mit Gott an der Schöpfung von Kinder für die Ewigkeit mitzuwirken, Kinder, die Gott die Ehre geben. Heute bin ich glücklich und fühle mich als Frau, Ehefrau und Mutter verwirklicht.

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Die Dankbarkeit für das viel Empfangene hat uns dazu bewegt, Rom zu verlassen und nach Holland aufzubrechen. Seit elf Jahren dienen wir dort zusammen mit anderen Familien in Mission der Ortskirche, indem wir das Evangelium inmitten der „existentiellen Peripherien“ Europas den vielen Familien verkünden, die nicht die Gnade hatten es zu empfangen.

Tagtäglich sehen wir viel Leid, Scheidungen, Abtreibungen und einsame Personen ohne Hoffnung um uns herum. Die Welt wartet auf das Zeugnis der christlichen Familie und wir sind überzeugt, dass das Heil der Menschheit durch die christliche Familie kommt. Wenn die Familien unterstützt werden, die Wahrheit von Humanae Vitae wiederzuerkennen, werden wir auf die Krise der Familie antworten, denn wie wir es erfahren haben, die christliche Gemeinschaft rettet die Familie und die Familie rettet die Kirche! Danke!