Appell an Papst Franziskus: Summorum Pontificum schützen

Heilige Messe (Illustration)
Foto: ZI / Unsplash (CC0)

Eine Vereinigung, die sich für die traditionelle lateinische Messe einsetzt, hat an Papst Franziskus appelliert, sie vor innerkirchlichen Aktivisten zu schützen, "darunter auch einige Bischöfe, die die außerordentliche Form des römischen Ritus explizit abgeschafft oder zumindest durch zusätzliche Beschränkungen eingehegt sehen wollen":

"Im Jahr 2007 anerkannte das Motu proprio Summorum Pontificum die Lebendigkeit der traditionellen Liturgie sowie die Freiheit der Priester, sie zu zelebrieren, und der Gläubigen, sie zu verlangen. Dies hat zu einer stetigen Zunahme der Meßfeiern im überlieferten römischen Ritus und ihrer geistlichen Früchte geführt."

Die Erklärung erschien am 4. Juli auch als Anzeige in der linksgerichteten italienischen Tageszeitung "La Repubblica". Unterzeichnet war sie von Felipe Alanis Suarez, dem Präsidenten der internationalen Föderation Una Voce.

CNA Deutsch hat den vollen Wortlaut dokumentiert.

Die Organisation führte eine Umfrage unter Katholiken in 364 Diözesen in 52 Ländern über die Umsetzung von Summorum Pontificum durch.

Die Umfrage habe ergeben, dass "die alte lateinische Messe von Gläubigen aller Altersgruppen, besonders von Familien mit Kindern, sehr geschätzt wird" und dass in vielen Gegenden "die zunehmende Verfügbarkeit dieser Messe die Normalisierung der Beziehungen zwischen den ihr verbundenen Gläubigen und ihren Bischöfen begünstigt hat."

Summorum Pontificum ist ein Apostolisches Schreiben des Jahres 2007 von Papst Benedikt XVI. Es bestätigt als Motu Proprio "den Gebrauch der Römischen Liturgie in der Gestalt vor der Reform von 1970". 

Una Voce ("Eine Stimme") wurde 1967 gegründet und ist nicht mit der von Erzbischof Marcel Lefebvre begonnenen Bewegung verwandt. Ihr Hauptziel ist es, "dafür zu sorgen, dass der traditionelle römische Ritus in der Kirche als eine der Formen der liturgischen Feier beibehalten wird, und den Gebrauch der lateinischen Sprache, des gregorianischen Gesangs und der sakralen Polyphonie sowie aller sakralen, künstlerischen, literarischen und musikalischen Traditionen der römischen Kirche in ihrer ganzen Schönheit und Integrität zu schützen und zu fördern."

In der Erklärung vom 4. Juli schreibt Una Voce, dass es "entgegen der bisherigen Politik des Heiligen Stuhls immer noch Stimmen in der Kirche gibt, darunter auch einige Bischöfe, die die außerordentliche Form des römischen Ritus explizit abgeschafft oder zumindest durch zusätzliche Beschränkungen eingehegt sehen wollen."

Die Erklärung argumentiert, indem sie Worte von Papst Franziskus zitiert, dass das "wachsende Interesse an der traditionellen Liturgie nicht auf Nostalgie für eine Zeit zurückzuführen [ist], an die wir uns nicht erinnern, oder auf den Wunsch nach Begrenztheit und Enge: Es geht vielmehr darum, uns für den Wert von etwas zu öffnen, das für die meisten von uns neu ist und uns mit Hoffnung erfüllt. Papst Franziskus hat der überlieferten Liturgie einen 'Sinn für die Anbetung' zuerkannt (Pressekonferenz 28. Juli 2013), wir können auch folgende Worte auf sie anwenden: eine "lebendige Geschichte, die uns aufnimmt und uns vorantreibt" (Evangelii Gaudium 13)."

Una Voce schreibt weiter: "Heute wollen wir lediglich Teil dieses 'großen Orchesters' der 'Einheit in der Vielfalt' sein, das, wie Papst Franziskus sagte (Generalaudienz vom 9. Oktober 2013), die wahre Katholizität der Kirche widerspiegelt. Das Motu proprio Summorum Pontificum bewirkt eine Verwandlung von Konflikten der Vergangenheit in Harmonie: Wir wünschen, daß es dies auch weiterhin tun kann."

 

 

 

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