Bekannter Atheist und Politiker lässt sich mit 85 Jahren katholisch taufen

Bill Hayden
Foto: Department of Foreign Affairs and Trade of Australia (CC BY 3.0 AU) Wikipedia

Der bekannte australische Politiker und Atheist Bill Hayden wurde am vergangenen 9. September katholisch getauft - in einer Feier, in der das Evangelium verlesen wurde, das auch den Satz "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben", enthält.

Nach Angaben der örtlichen Presse wurde Hayden von Pater Peter Dillon von der Kirche Santa Maria in Ipswich (Queensland) getauft, im Beisein von Familie und Freunden.

Hayden war Vorsitzender der Labor Party und sieben Jahre lang Generalgouverneur von Australien. Das Amt entspricht in etwa dem des Bundespräsidenten, ist zugleich das eines Stellvertreters der britischen Monarchie.

Die australischen Medien berichteten, die Entscheidung des nun gläubigen Katholiken sei durch viele selbstlose, barmherzige Taten durch Christen in seinem eigenen Leben ausgelöst und durch eine tiefgreifende Betrachtung des eigenen Lebens in der Genesungszeit nach einem Schlaganfall motiviert worden.

"Ich habe mich immer als einen 'Mitreisenden' des Katholizismus betrachtet", so Hayden. "Als ich Jugendlicher war, ging ich noch jeden Sonntag zu Heiligen Messe und zur Andacht. Ich wusste nicht, dass ich offiziell gar nicht katholisch war. Das entdeckte ich erst, als mein Bruder die Familiengeschichte schrieb."

"Wenn du damit aufwächst, lässt es dich nicht wirklich los, glaube ich (…) In meine Herzen spürte ich, dass ich nicht erfüllt war", fügte er hinzu.

In einem Brief an seine Familie und seine Freunde erklärte Hayden, dass die christlichen Prinzipien "der Menschlichkeit, des sozialen Engagements und des Dienstes an anderen", mit seinen persönlichen und politischen Werten zusammenpassen und seiner Rückkehr zum katholischen Glauben den Weg gewiesen haben.

"Das Christentum stellt für mich jene Eigenschaften dar, die ich in meinem Leben umzusetzen versucht habe, aber von nun an werde ich kämpfen, sie mit dem Glauben zu verteidigen", schrieb er.

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