Christliche Volksgruppe der Kopten für den Friedensnobelpreis nominiert

Ein koptischer Junge entzündet eine Kerze in einer Kirche in Kairo
Foto: Christopher Rose via Flickr (CC BY-NC 2.0)

Die christliche Volksgruppe der Kopten ist einer der 331 Kandidaten für den Friedensnobelpreis des Jahres 2018.

Coptic Orphans, eine christliche Entwicklungsorganisation, gab die Ernennung zum 24. September bekannt.

Die Gruppe sagte, dass die Kopten als Gruppe nominiert worden sind, weil sie sich weigern, "gegen die tödliche und andauernde Verfolgung durch Regierungen und terroristische Gruppen in Ägypten und anderswo zu kämpfen".

Kopten machen schätzungsweise 10 Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus. Sie werden in der islamisch dominierten Gesellschaft Ägyptens massiv unterdrückt, benachteiligt und durch islamistischen Terror bedroht – schlagen jedoch nicht zurück.

In diesem Jahr wurden 216 Personen und 115 Organisationen für den Friedensnobelpreis nominiert. Der Empfänger der Auszeichnung wird am 5. Oktober bekannt gegeben.

Im Jahr 2015 wurden 21 Kopten von Mördern des Islamischen Staats in Libyen enthauptet; sie sind von der koptisch-orthodoxen Kirche bereits als Märtyrer anerkannt worden.

Auch koptische Kirchen in Ägypten werden häufig bombardiert.

Im Dezember 2017 starben bei einem Terror-Anschlag auf eine koptische Kirche bei Kairo zehn Personen. Neunundvierzig Christen starben 2017 bei den Bombenangriffen der Kirche am Palmsonntag. Bei einem Messerangriff in Kairo im Oktober 2017 wurde ein koptischer Priester getötet.

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