Coronavirus: Fünf Seligsprechungen auf noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben

Die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse hat mitgeteilt, fünf geplante Seligsprechungen zu vertagen. Das sind die zukünftigen Seligen.

Archivbild einer Heiligsprechung auf dem Petersplatz. Seligsprechungen finden in den Ortskirchen statt
Foto: PD

Ein Kardinal, eine junge Verlobte, die Märtyrer eines Bürgerkrieges, eine Ordensschwester und eine Mystikerin. Die Seligsprechung dieser fünf Diener Gottes wird nun später als geplant stattfinden.

"Aufgrund der andauernden Pandemie-Situation und der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der religiösen Zeremonien, die die Anwesenheit zahlreicher Gläubigen vorsehen, werden auf Gesuch der betreffenden Bischöfe selbst die Seligsprechungen, die für die kommenden Monate vorgesehen waren, auf ein Datum verschoben, das noch festzulegen ist" zitiert ACI Stampa, die italienischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch eine Mitteilung der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse.

Die erste dieser Seligsprechungen hätte bereits am kommenden 9. Mai stattfinden sollen – jene von Schwester Lucia von der Unbefleckten Empfängnis, mit bürgerlichem Namen Maria Ripamonti (1909 – 1954) von den Dienerinnen der Nächstenliebe (Ancelle della Carità), die nach 22 Ordensjahren und schwerer Krankheit im Ruf der Heiligkeit starb.

Am 16. Mai wäre Maria Luigia vom Allerheiligsten Sakrament (1826 – 1886) seliggesprochen worden. Die Ordensfrau war mit vielen mystischen Gaben wie Erscheinungen und Seelenschau ausgezeichnet. Ebenso gibt es zahlreiche Wunder, die ihrer Fürsprache zugeschrieben werden.

Für den 23. Mai war die Seligsprechung von Cayetano Gimenez Martin und seinen 15 Gefährten vorgesehen. Es handelt sich um Märtyrer aus der Zeit des spanischen Bürgerkrieges –  Diözesanpriester, einen Seminaristen und einen Laien – die 1936 getötet wurden.

Am 7. Juni wäre Kardinal Stefan Wyszinski (1901 - 1981) zur Ehre der Altäre erhoben worden. Der Primas von Polen, der Papst Johannes Paul II. sehr nahe stand, war in den Jahren, als das Land unter dem kommunistischen Regime stand, die führende Gestalt in der polnischen Kirche.

Die letzte Seligsprechung wäre jene von Sandra Sabattini (1961 – 1984) am 14. Juni gewesen. Eine junge Frau, verlobt, freiwillige Helferin in der Gemeinschaft Papst Johannes XXIII. und Medizinstudentin, die durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen wurde. Der Gründer der Gemeinschaft, Don Oreste Benzi, hat selbst den Seligsprechungsprozess befördert mit der Idee, Sandra könnte die "erste heilige Verlobte" werden.

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