Feierliches Pontifikalamt zum 75-jährigen Priesterjubiläum des seligen Karl Leisner

Der selige Karl Leisner.
Foto: Karl-Leisner-Archiv
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Am 3. Adventssonntag, dem 15. Dezember, überträgt der katholische Fernsehsender EWTN.TV ab 11.30 Uhr live aus dem St. Viktor Dom in Xanten ein Pontifikalhochamt mit vier Bischöfen anlässlich des 75. Gedenkens der Priesterweihe von Karl Leisner im Konzentrationslager Dachau. Hauptzelebrant ist Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg aus dem Erzbistum München-Freising.

Konzelebranten sind Erzbischof François Kalist aus dem Erzbistum Clermont, Weihbischof Rolf Lohmann, Regionalbischof für den Niederrhein und Recklinghausen mit Sitz in Xanten, und Weihbischof Wilfried Theising, Weihbischof in Münster und Offizial des Offizialbezirks Oldenburg mit Sitz in Vechta. Neben diesen vier Bischöfen werden weitere Priester und Diakone am Altar des Xantener Domes stehen, darunter Prälat Helmut Moll als Vertreter der deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium. Der grenzübergreifende Pfarrcäcilienchor St. Johannes Baptist, Wyler und Groesbeek, Chorleiter Theo Giesbers, an der Orgel Gerard Rutjes, wird das Pontifikalamt musikalisch gestalten.

Der Gottesdienst findet mit dem Gebet am Grab des Seligen Karl Leisner in der Krypta des Domes seinen Ausklang. Im Anschluss daran ist in der Aula der benachbarten Marienschule eine Feierstunde zu Ehren des niederrheinischen Glaubenszeugen. Der Tag geht mit einer Dankandacht um 15.30 Uhr im Viktor-Dom zu Ende.

Karl Leisner wurde am 28. Februar 1915 in Rees geboren und wuchs in Kleve auf. Am 9. November 1939 wurde er wegen einer Äußerung über das missglückte Attentat auf Adolf Hitler verhaftet. Der französische Häftling Bischof Gabriel Piguet spendete dem todgeweihten Diakon Karl Leisner am 17. Dezember 1944, also vor 75 Jahren, im Block 26 des Konzentrationslagers Dachau unter Gefahr für alle Beteiligten die Priesterweihe – ein kirchengeschichtlich einmaliges Ereignis. Bis zum 4. Mai 1945 war er im Konzentrationslager Dachau. Am 12. August 1945 starb er an den Folgen der Haft. Das Grab des seligen Karl Leisner befindet sich in der Krypta des Domes. Seine Seligsprechung war am 23. Juni 1996 in Berlin.

In Kooperation des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (IKLK) und des StiftsMuseums Xanten wird vom 7. bis 19. Dezember im Nördlichen Seitenschiff des St.-Viktor-Domes eine Karl-Leisner-Wanderausstellung zu sehen sein. Die Ausstellung zeichnet das Leben und Wirken Karl Leisners in seinen wichtigsten Stationen nach. Dabei wird die persönliche Lebensgeschichte in den Zusammenhang der dramatischen deutschen Zeitgeschichte zwischen 1915 und 1945 gestellt. Texte und Bilder sollen die Persönlichkeit Karl Leisners dem Besucher der Ausstellung näher bringen.

Die Informationen, wie Sie das Programm von EWTN.TV empfangen können, finden Sie hier.

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