Guatemala: Bischof segnet nach Vulkanausbruch die Rettungskräfte und betet für die Toten

Bischof Victor Hugo Palma Paul segnet die Rettungskräfte
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Manolo Morales
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Seit dem 4. Juni kursieren im Internet ergreifende Bilder des Bischofs von Escuintla (Guatemala), Monsignore Victor Hugo Palma Paul, wie er die Retter segnet, die in der Region arbeiten, um den Opfern des Vulkanausbruchs zu helfen.

Eines dieser Fotos wurde vom Twitter-Nutzer Manolo Morales geteilt, der in diesem soziale Netzwerk Informationen zu Naturkatastrophen in Guatemala verbreitet.

Morales erklärte gegenüber der spanischen Schwesteragentur von CNA, das Bild sei von einem Feuerwehrmann aufgenommen worden, der anonym bleiben will.

Der Urheber des Fotos sagte ihm, dass Bischof Palma gekommen sei, um für die sieben Tote zu beten, deren Leichen vom Rettungsdienst gefunden und in eine provisorisch errichtete Leichenhalle im Feuerwehrhaus gebracht worden waren.

Die Opfer kamen alle aus der Stadt El Rodeo.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine 44-jährige Frau, einen 18-Jährigen jungen Mann und um fünf Minderjährige.

"Der anonyme Feuerwehrmann hat mir auch erzählt, dass der Bischof bei allen Toten das gleiche gemacht hat. Er ist aufmerksam. Und wenn sie melden, einen Leichnam zu bergen, dann kommt er und betet leise den Ritus und segnet die Retter. Sie haben ihn zehn, zwölf Mal bei derartigen Gelegenheiten gesehen", sagte Morales gegenüber CNA.

Der Feuerwehrmann, der sich als praktizierenden Katholiken bezeichnet, berichtete Morales ebenfalls, dass jene, die bei den Rettungsdiensten arbeiten - Feuerwehrmänner, Soldaten, freiwilligen Helfer - gerührt waren, als Monsignore Palma ihnen sagte: "Gott möge Euch segnen und beschützen."

Der Bischof von Escuintla, dessen Diözese in einem der am stärksten betroffenen Gebiete liegt, sprach in einer Mitteilung vom 4. Juni den Opfern seine Nähe aus.

Er verbreitete ebenfalls Informationen über Notunterkünfte, Sammelstellen für Lebensmittel und Hygieneartikel und Bankkonten, auf die Spenden überwiesen werden können.

Der Vulkanausbruch am 3. Juni in Guatemala hat bislang 72 Todesopfer und 46 Verletzte gefordert. Insgesamt sind 1,7 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen, am schlimmsten jene in den Regionen von Escuintla, Chimaltenango und Sacatepequez. Mehr als dreitausend Menschen wurden evakuiert.

Übersetzt aus dem Spanischen von Susanne Finner.

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