Ritter und Damen für das Heilige Land

Interview mit Michael Schnieders, dem deutschen Statthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem

Dr. Michael Schnieders, Statthalter der deutschen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem im Gespräch mit EWTN.TV.
Foto: EWTN.TV
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Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem kümmert sich schon seit über 150 Jahren um die Belange der Christen im Heiligen Land. Der päpstliche Laienorden hat weltweit 30.000 Mitglieder, allein 1.500 stammen aus Deutschland. Am Samstag, dem 25. Mai 2019, werden 22 weitere Mitglieder hinzukommen. Der katholische Fernsehsender EWTN.TV sprach am Vorabend der feierlichen Investitur in Frankfurt am Main mit Michael Schnieders, dem neuen deutschen Statthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

"Wir sind als Gebetsgemeinschaft unterwegs", sagte Schnieders in der Pressekonferenz am Freitagmorgen im "Haus am Dom" in Frankfurt. Der Ritterorden, der 1868 durch Papst Pius IX. gegründet wurde, sieht sich als besonderer Anwalt der Christen im Heiligen Land. Karitative Projekte sowie finanzielle und geistliche Unterstützung durch Gebet gehören seit jeher zu den Aufgaben des Ordens. "Wir konnten und wir werden einiges bewegen", stellte Schnieders gegenüber EWTN fest. Als Beispiel nennt er das St.-Louis-Hospital in der Jerusalemer Altstadt, das durch Spenden aufgebaut werden konnte. Aktuell ist der Orden außerdem an einem Kirchenneubau in Jordanien beteiligt.

Angesprochen auf die Kirchenkrise in Deutschland verwies Schnieders auf die unterschiedlichen Herausforderungen, der sich die Christen im Heiligen Land zu stellen haben. Hunger und Arbeitslosigkeit sind noch immer ein Problem. "Ich habe den Eindruck, diese Probleme sind existenziell", so der Statthalter.

Das Auswahlverfahren für den Ritternachwuchs beschreibt Schnieders als einen Weg, der eine geistliche Dimension hat. Mögliche Kandidaten werden von Ordensmitgliedern angesprochen, eine Inititativbewerbung ist ausgeschlossen. Die Prüfungsphase sei zu vergleichen mit einem Verlöbnis. Sie dauert zwei Jahre lang und endet mit der Einkleidungsfeier, bei der der Großprior den Ritter mit einem Ritterschlag und die Damen mit der Abnahme eines feierlichen Versprechens in die Gemeinschaft aufnimmt. Als Kriterium für die Aufnahme in den Orden gilt:

"Die Ritter und Damen werden unter Persönlichkeiten katholischen Glaubens sowie einwandfreier sittlicher Lebensführung ausgewählt, die sich in besonderer Weise um die katholischen Einrichtungen im Heiligen Land und um den Orden verdient gemacht haben und sich verpflichten, dies auch in der Zukunft zu tun."

Die Arbeit der Ritter und Damen ist für die Christen im Heiligen Land laut Michael Schnieders "ein essentieller Bestandteil, um überhaupt eine Zukunft vor Ort zu haben." Um als Orden weiterhin bestehen zu können, sei es daher wichtig, "so etwas wie Leuchttürme und Verlässlichkeit zu haben, insbesondere eine geistliche Heimat." Schnieders: "Mein bisheriges Erleben und mein Wunsch ist es, dass wir als eine solche geistliche Gemeinschaft auch in Zukunft für uns Christen in Deutschland, aber auch weltweit zur Verfügung stehen."

Die Investitur der neuen Mitglieder findet am Samstag, dem 25. Mai 2019 im Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt statt. Der katholische Fernsehsender EWTN.TV überträgt ab 15.00 Uhr live. Auch das Pontifikalamt zum Abschluss der Feierlichkeiten wird am Sonntag, dem 26. Mai 2019 ab 10.00 Uhr live ausgestrahlt. Alle weiteren Sendetermine und Empfangsmöglichkeiten finden Sie hier

Das komplette Interview mit Dr. Michael Schnieders, dem deutschen Statthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem:


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