Kusine des Papstes begleitet Franziskus in Thailand

Papst Franziskus begrüßt seine Kusine zweiten Grades, Schwester Ana Rosa Sivori, im Jahr 2013.
Foto: Vatican Media
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Die Salesianerin Schwester Ana Rosa Sivori, Cousine zweiten Grades von Papst Franziskus, die seit über 50 Jahren Missionarin in Thailand ist, wird Ende dieses Monats an den Veranstaltungen rund um die Papstreise teilnehmen.

Während seines Aufenthaltes in Bangkok am 20. und 23. November wird Sivori, 77, den Papst zu allen Veranstaltungen und Begegnungen begleiten. Das berichtet die Agentur "Reuters".

Papst Franziskus und Sivori, die zusammen in Argentinien aufgewachsen sind, sind durch ihre Großväter, die Brüder waren, miteinander verwandt.

Seit der Wahl von Papst Franziskus im Jahr 2013 legt Sivori, wann immer sie Argentinien besucht, einen Zwischenstopp in Rom ein, um ihn zu sehen. In den letzten Jahren sei sie ihm näher gekommen, berichtet "Reuters".

In einem Interview mit dem italienischen Magazin "Il Mio Papa" sagte Sivori, sie freue sich, ihren Cousin zweiten Grades in Thailand begrüßen zu können, aber sie freue sich "besonders für die kleine katholische Gemeinschaft hier und für alle Thailänder. Es ist ein großer Segen und ein besonderes Geschenk für Thailand."

"Obwohl die Katholiken hier eine Minderheit sind, gibt es dank Gott eine große religiöse Toleranz, die ein friedliches Zusammenleben ermöglicht, das von Einfachheit und Brüderlichkeit geprägt ist", fügte sie hinzu.

Sivori schloss sich im Alter von 23 Jahren den Salesianerinnen von Don Bosco an. Sie wurde kurz darauf, 1966, als Missionarin nach Thailand geschickt, wo sie seither lebt.

Derzeit ist sie stellvertretende Leiterin der St. Mary's School im Nordosten Thailands, über 550 Kilometer von der Hauptstadt Bangkok entfernt.

Auf dem Programm des Papstes steht in Bangkok ein Treffen mit König Maha Vajiralongkor.

Der Papst wird sich mit christlichen und anderen religiösen Persönlichkeiten darunter dem Obersten Patriarchen von Thailand treffen, Oberhaupt der buddhistischen Mönche im Land.

Der Pontifex wird auch die heilige Messe im Nationalstadion und in der Kathedrale feiern.

Sivori sagte gegenüber "Reuters", dass, wenn sie und Franziskus reden, "wir uns wie Bruder und Schwester fühlen. Für mich weiß ich natürlich, dass er der Papst ist... aber wir reden einfach miteinander."

"Wenn ich ihn treffe, nenne ich ihn bei seinem Namen, Jorge. Der Name Papst Franziskus kam erst später", sagte sie. "Ich bin stolz auf ihn."

Franziskus' Besuch in Thailand erinnert an den 350. Jahrestag der vatikanischen Mission in Siam im Jahr 1669.

Die kleine katholische Gemeinschaft in Thailand, weniger als 0,5% der überwiegend buddhistischen Bevölkerung, feiert das Jubiläum im gesamten Jahr 2019.

Nach dem Besuch in Thailand wird Papst Franziskus für drei Tage nach Japan reisen.

Hannah Brockhaus trug zur Berichterstattung bei.

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