Neuer Bischof von Chur: Joseph Bonnemain mindestens 5 Jahre im Amt

Joseph Bonnemain
Foto: Bistum Chur

Joseph M. Bonnemain, der ernannte Bischof von Chur, wird gemäss einem Schreiben aus dem Vatikan vom 15. Februar 2021, wenigstens 5 Jahre im Amt bleiben. So habe es Papst Franziskus verfügt, teilte die Diözese am heutigen Montag mit.

Das Kirchenrecht sieht vor, dass ein Bischof mit 75 Jahren dem Papst seine Demission anbietet. Dies wird Joseph M. Bonnemain im Juli 2023, wenn er 75 Jahre alt wird, nicht tun, sondern seine Amtszeit wird automatisch verlängert. Damit wird seine Amtszeit frühestens im Jahr 2026 enden, sofern die Gesundheit des Bischofs dies erlaubt.

Bonnemain ist Priester der Prälatur Opus Dei. Er sei bekannt als ein kommunikativer, kompetenter Kirchenmann, der durch seine lange Tätigkeit und seine Vernetzung "die Realitäten der Kirche Schweiz gut einschätzen kann", erklärte Büchel laut einer Bistumsmitteilung am 15. Februar. Der Basler Hirte Felix Gmür bezeichnete Bonnemain als "Mensch der Klarheit". Der Schweizer Geistliche sei ein ausgleichender Kleriker, "der es versteht, Meinungen zu integrieren".

Als Sohn eines Schweizers aus dem Jura und einer Katalanin wurde Bonnemain im Jahr 1948 in Barcelona geboren. Er wurde 1978 zu einem Priester der Prälatur vom Heiligen Kreuz und Opus Dei in Rom geweiht. Sein Medizinstudium schloss er zuvor in Zürich ab.

Papst Franziskus hatte am 20. Mai 2019 den altersbedingten Rücktritt von Bischof Vitus Huonder als Bischof von Chur angenommen und den emeritierten Bischof von Reykjavík, Pierre Bürcher, als Apostolischen Administrator eingesetzt. Das seit dem altersbedingten Rücktritt von Huonder somit vakante Bistum ist Schauplatz heftiger kirchenpolitischer Kämpfe. Beobachter hoffen, dass der neue Bischof die Diözese befrieden kann.

Wie CNA Deutsch berichtete, war Joseph Bonnemain einer der drei Kandidaten, die den Domherren von Chur ursprünglich zur Wahl eines neuen Hirten vorgelegt wurden. Das Domkapitel votierte jedoch mit einer knappen Mehrheit gegen diese Kandidatenliste. Daraufhin hatte Papst Franziskus entschieden, dennoch einen der drei vorgeschlagenenen Männer zum neuen Bischof zu machen.

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