Ordensfrau, die bei satanischem Ritual getötet wurde, wird seliggesprochen

Bischof von Como verkündet 6. Juni 2021 als Datum der Seligsprechung von Schwester Maria Laura Mainetti

Schwester Maria Laura Mainetti
Foto: Diözese Como

Wenige Wochen nach dem Dekret, mit dem Papst Franziskus Schwester Maria Laura Mainetti zur Märtyrerin erklärt hatte - CNA Deutsch berichtete - gab die Diözese Como nun das Datum für ihre Seligsprechung bekannt. Diese wird am 6. Juni des kommenden Jahres in Chiavenna, einer Stadt in der Diözese Como stattfinden. Dort hatte die Ordensfrau, die der Gemeinschaft der Töchter des Kreuzes angehörte, gewirkt und dort war sie im Jahr 2000, in ihrem 60. Lebensjahr, von drei Mädchen im Teenageralter in einem satanischen Ritual mit Messern hingerichtet worden.

Der Seligsprechungsprozess hatte acht Jahre nach ihrem Tod begonnen und ist vor wenigen Tagen beendet worden, wie ACI Stampa, unsere italienische Schwesternagentur meldet.

"Ich freue mich, mitzuteilen, dass die Seligsprechung von Schwester Maria Laura Mainetti am 6. Juni 2021 in Chiavenna in Anwesenheit von Kardinal Angelo Becciu, dem Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, stattfinden wird. Um dieses Ereignis vorzubereiten, "organisieren wir ein Komitee, das für alles sorgen wird, was für eine würdige Feier notwendig ist" so der Bischof von Como, Monsignore Oscar Cantoni in einer Meldung auf der Website der Diözese.

Das Datum der Seligsprechung wurde in der Diözese - aber nicht nur - sehnlichst erwartet. An den Vorbereitungen "muss sich unsere ganze Kirche spirituelle beteiligen, um bereit zu sein, die Gaben zu verstehen, die Gott uns schenkt, und um die Lehre und das fruchtbare Zeugnis aufzunehmen, das uns Schwester Maria Laura hinterlassen hat" so der Bischof.

Monsignore Oscar Cantoni fügte hinzu, dass sich die Diözese auch "mit Freude auf die Seligsprechung von Pater Giuseppe Ambrosoli vorbereite". 

Giuseppe Ambrosoli war ein Comboni-Missionar der als Priester und Arzt im Norden Ugandas gewirkt hatte. 

"Auch wenn die Seligsprechung am kommenden 22. November in Afrika stattfinden wird, ist es uns möglich, die Gnade seines geistlichen Erbes zu empfangen" fügte Bischof Cantoni hinzu.

Am vergangenen 6. Juni erklärte der Bischof von Como, der anlässlich des zwanzigsten Todestages der Ordensfrau in der Stiftskirche San Lorenzo in Chiavenna eine heilige Messe feierte: "Am Firmament Gottes leuchtet seit zwanzig Jahren ein Stern, und dieser Stern hat einen Namen und einen Geschichte: Schwester Laura Mainetti."

"Schwester Laura hat unter uns gelebt, sie ist auf unseren Straßen gegangen. Sie gehört zur Schar derer, die Papst Franziskus die ´Heiligen von der Tür nebenan´nennt. Sie ist Zeugin der Liebe zu den Einfachen und Zerbrechlichen; sie lebte eine spontane Zärtlichkeit, die aus dem Bewusstsein kam, von Jesus geliebt zu sein... so sehr, dass sie seine gleiche Liebe verspürte. Deshalb starb sie, denen vergebend, die sie töteten. Beten wir weiter, auf dass Schwester Maria Laura von der Kirche bald unter die Schar der Seligen gezählt werde."

In einem anderen Text hebt der Bischof hervor, dass "uns zwanzig Jahre von ihrem dramatischen Mord trennen, aber ihr Blick voll Zärtlichkeit für alle und ihr Wunsch, die persönliche Liebe Jesu zu den Kleinen, den Armen, den Demütigen zu bezeugen, fasziniert immer noch jene, die das Glück hatten, ihr nahe zu sein oder die sie durch das Zeugnis jener kennenlernen durften, die in diesen Jahren die Erinnerung an sie lebendig gehalten haben."

Die Anerkennung ihrer Heiligkeit, die die Kirche dazu führt, Schwester Laura unter die Seligen zu reihen, "ist nur die offizielle Bestätigung dessen, was das Volk Gottes mit Weitblick bereist intuitiv erfasst hat."

"Die Seligsprechung der Ordensfrau soll nicht nur der Moment einer feierlichen Zelebration sein, sondern sie muss auch ein Moment des neuen Erwachens des Glaubens sein" betonte seinerseits der Pfarrer von Chiavenna, Don Andrea Caelli.

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