Papst Franziskus an Kirche in Mosambik: Seid wie Maria

Papst Franziskus betritt die Kathedrale in Maputo am 5. September 2019
Foto: Edward Pentin / CNA Deutsch
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Die Kirche in Mosambik soll Konflikte vermeiden, Dialog und Besuch anbieten, Lösungen ermutigen: Dazu hat Papst Franziskus am heutigen Donnerstag in der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis Mariens in Maputo aufgerufen. 

"Die Kirche in Mosambik ist eingeladen, die Kirche der Heimsuchung Marias zu sein; sie darf nicht Teil des Problems von Kompetenzstreitigkeiten, Geringschätzung und Spaltungen sein, sondern muss vielmehr eine Tür für die Lösungen sein, ein Raum, wo Achtung, Austausch und Dialog möglich sind."

Ob es einem "gefällt oder nicht, wir sollen der Wirklichkeit begegnen, so wie sie ist", sagte der Pontifex den Bischöfen und Priestern, Ordensleuten und Seminaristen, Katecheten und anderen Gläubigen.

"Die Zeiten ändern sich, und wir müssen zugeben, dass wir oft nicht wissen, wie wir uns in die neuen Szenarien eingliedern sollen", fuhr Franziskus fort.

Das Vorbild dafür sei die Muttergottes, betonte der Pontifex vor rund 2.500 Zuhörern im Gotteshaus der Landeshauptstadt.

"Wir befinden uns in dieser der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria geweihten Kathedrale, um als Familie uns darüber auszutauschen, was bei uns geschieht; als eine Familie, die mit dem 'Ja', das Maria zum Engel sagte, entstand. Maria blickte nicht einmal für einen Moment zurück. Diese Ereignisse des Beginns des Geheimnisses der Menschwerdung erzählt uns der Evangelist Lukas. Wir können in der Art und Weise, wie er dies tut, die Antworten auf die Fragen entdecken, die ihr heute gestellt habt, und auch den nötigen Ansporn, um mit der gleichen Großherzigkeit und Bereitschaft wie Maria zu antworten."

In den 12 Diözesen der ehemaligen portugiesischen Kolonie Mosambik leben rund 8 Millionen Katholiken - sie stellen etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung. 

Das Land wurde im 16. Jahrhundert von portugiesischen Franziskanern missioniert. Am 5. September 2019 sagte der Papst den Priestern und anderen Zuhörern im Dom zu Maputo, dass ihr Wirken auch heute für den Nächsten sein müsse:

"Für uns Priester sind die Geschichten unserer Leute kein Nachrichten-Bulletin: Wir kennen unsere Leute, wir können erraten, was in ihrem Herzen vorgeht, und indem wir mit ihnen leiden, zerfasert sich das unsere, teilt sich in tausend Stückchen, ist ergriffen und scheint sogar von den Menschen verzehrt zu werden", so der Papst.

Die aktuelle Reise führt den Papst neben Mosambik nach Madagaskar und kurz nach Mauritius. Am 10. September wird Franziskus wieder in Rom erwartet.

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