Papst Franziskus benennt Geheimarchiv um

Blick auf die Kuppel des Petersdoms vom Augustinianum am 1. Juli 2015.
Foto: CNA/Petrik Bohumil
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Papst Franziskus hat am Montag erklärt, dass das Vatikanische Geheimarchiv umbenannt wird: In Zukunft trägt es den Titel "Apostolisches Vatikanisches Archiv". Damit  sollen negative Assoziationen mit dem heute nicht mehr wie früher verstandenen Begriff "geheim" ausgeräumt werden, erklärt der Papst.

Die Identität, die Struktur und vor allem der eigentliche Auftrag werden nicht verändert, so Franziskus in der am 28. Oktober veröffentlichten Erklärung.

Früher habe man unter "geheim" im Zusammenhang mit Archiven den Begriff "privat" verstanden. Heute werde er jedoch oft negativ interpretiert, als sei es nur wenigen vorbehalten, so der Pontifex weiter.

Das Vatikanische Geheimarchiv ist eines der größten und wichtigsten Archive der Welt, in dem seit Jahrhunderten Dokumente und Bücher von historischer und kultureller Bedeutung für die Kirche und die Welt aufbewahrt werden. Es entsprang dem privaten Archiv der Päpste.

Franziskus verweist darauf, dass das Archiv zunächst "Archivum novum", dann "Archivum Apostolicum" und schließlich seit etwa 1646 das "Archivum Secretum" hieß.

Seit 1881 steht das Archiv auf Anfrage qualifizierten Forschern zur Verfügung.

Mit der Umbenennung ähnelt die Bezeichnung auch dem Apostolischen Vatikanischen Bibliothek, schreibt Papst Franziskus.

Die Forschung im nunmehr Apostolischen Archiv ist kostenlos und steht qualifizierten Wissenschaftlern mit einem fünfjährigen Universitätsabschluss oder einem gleichwertigen wissenschaftlichen Forschungsabschluss offen.

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