Papst Franziskus ruft Philippinen auf, in der Evangelisierung nicht nachzulassen

"Die christliche Verkündigung, die ihr empfangen habt, muss immer weitergetragen werden." –  Heilige Messe im Petersdom mit Papst Franziskus zum 500-jährigen Jubiläum

500 Jahre Katholizismus auf den Philippinen: Eucharistiefeier im Petersdom am 14. März 2021
Foto: EWTN News/Daniel Ibáñez/Vatican Pool
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Ein halbes Jahrtausend ist es in diesem Jahr her, seit die Philippinenen evangelisiert wurden: Zu diesem Jubiläum hat Papst Franziskus am heutigen 14. März im Petersdom eine heilige Messe gefeiert – und die Gläubigen aufgerufen, ihr "missionarisches Engagement, das alle einbezieht und alle erreicht" aufrecht zu erhalten.

"500 Jahre sind vergangen, seit die christliche Verkündigung erstmals die Philippinen erreicht hat. Ihr habt die Freude des Evangeliums empfangen: dass Gott uns so sehr geliebt hat, dass er seinen Sohn für uns hingegeben hat. Und diese Freude kann man eurem Volk ansehen; man sieht sie in euren Augen, in euren Gesichtern, in euren Liedern und Gebeten", sagte der Pontifex in seiner Predigt. 

"Ich möchte euch Dank sagen für die Freude, die ihr der ganzen Welt und den christlichen Gemeinschaften bringt. Ich denke an so viele schöne Erlebnisse in römischen Familien – und das gilt überall auf der Welt –, wo eure diskrete und eifrige Anwesenheit auch zu einem Zeugnis des Glaubens geworden ist. Ganz im Stil Marias und Josefs: Gott liebt es, die Freude des Glaubens durch einen demütigen und verborgenen, mutigen und ausdauernden Dienst zu bringen".

Er fordere die Katholiken der Philippinen auf, in ihrem "Evangelisierungswerk nicht nachzulassen, das kein Proselytismus ist", betonte Papst Franziskus.

"Die christliche Verkündigung, die ihr empfangen habt, muss immer weitergetragen werden. Das Evangelium von der Nähe Gottes will in der Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern zum Ausdruck kommen. Der Wunsch Gottes, dass niemand verloren geht, fordert die Kirche auf, sich um jene zu kümmern, die verwundet und ausgegrenzt sind. Wenn Gott so sehr liebt, dass er sich uns schenkt, dann hat auch die Kirche diesen Auftrag: Sie ist nicht gesandt, um zu richten, sondern um aufzunehmen; nicht um sich aufzudrängen, sondern um zu säen; nicht um zu verurteilen, sondern um Christus zu bringen, der das Heil ist".

Papst Franziskus sagte am 4. Fastensonntag: "Lasst euch niemals entmutigen, diesen Weg zu gehen. Habt keine Angst, das Evangelium zu verkünden, zu dienen und zu lieben".

Somit werde von der Kirche gesagt: "Sie hat die Welt so sehr geliebt!". Eine Kirche, die die Welt liebt, ohne sie zu verurteilen, die sich für die Welt hingibt, ist schön und anziehend. So sei es: auf den Philippinen und überall auf der Welt."

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