Papst Franziskus zum Jahrestag der Göttlichen Barmherzigkeit

Papst Franziskus betet vor dem Bild der Göttlichen Barmherzigkeit im Sanktuarium der Barmherzigkeit Gottes in Polen am 30. Juli 2016.
Foto: Mazur/episkopat.pl.

Papst Franziskus hat am Montag in einem Brief zum 90. Jahrestag der ersten Erscheinung Jesu vor der heiligen Faustyna Kowalska die Katholiken aufgefordert, Christus um das "Geschenk der Barmherzigkeit" zu bitten.

In einem Brief an Bischof Piotr Libera von Płock, stellte der Papst fest, dass die erste Erscheinung am 22. Februar 1931 stattfand.

"Bitten wir Christus um die Gabe der Barmherzigkeit. Möge sie uns umfangen und durchdringen. Lasst uns den Mut haben, zu Jesus zurückzukehren, um seiner Liebe und Barmherzigkeit in den Sakramenten zu begegnen", sagte er in dem Brief vom 15. Februar.

"Lasst uns seine Nähe und Zärtlichkeit spüren, dann werden wir auch fähiger sein zu Barmherzigkeit, Geduld, Vergebung und Liebe."

Die heilige Faustyna hielt die Erscheinung, die in Płock stattfand, in ihrem Tagebuch fest. Die polnische Nonne sagte, dass Jesus ihr in Weiß gekleidet erschien, mit zwei Strahlen, die aus seiner Brust hervorgingen, einer rot und der andere blass. Sie berichtete, dass Christus sie bat, ein Bild von ihm zu schaffen, auf dem die Worte "Jesus, ich vertraue auf dich."

Sie schrieb, dass Jesus sagte: "Ich wünsche, dass dieses Bild verehrt wird, zuerst in deiner Kapelle und [dann] in der ganzen Welt."

Das Bild wurde zuerst von dem polnischen Künstler Eugeniusz Kazimirowski gemalt. Nach dem Tod der Nonne im Jahr 1938 schufen andere Künstler Bilder, die von ihrer Beschreibung der Erscheinung inspiriert waren. Die bekannteste Version malte der polnische Maler Adolf Hyła 1943 für das Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit.

Die heilige Faustyna wurde im Jahr 2000 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen und damit die erste Heilige des neuen Jahrtausends.

Papst Franziskus sagte, dass er sich im Gebet mit den Teilnehmern der feierlichen Feier des 90. Jahrestages im Heiligtum der Göttlichen Barmherzigkeit in Łagiewniki verbinde.

Er schrieb: "Ich möchte an die Worte des Herrn Jesus erinnern, die die Heilige in ihrem Tagebuch aufgezeichnet hat: 'Die Menschheit wird keinen Frieden kennen, bis sie sich der Quelle meiner Barmherzigkeit zuwendet.'"

Er erinnerte daran, dass der heilige Johannes Paul II. als "Apostel der Barmherzigkeit" wollte, dass die Botschaft der barmherzigen Liebe Gottes alle Bewohner der Welt erreicht.

Papst Franziskus zitierte eine Ansprache, die sein Vorgänger 2002 in Łagiewniki gehalten hatte, und sagte: "Dieses Feuer der Barmherzigkeit muss an die Welt weitergegeben werden. In der Barmherzigkeit Gottes wird die Welt den Frieden finden und die Menschheit das Glück!"

Auch der Papst nahm nach dem Angelusgebet am Sonntag Bezug auf das 90-jährige Jubiläum.

Er sagte: "Heute gehen meine Gedanken zum Heiligtum von Płock in Polen, wo sich der Herr Jesus vor 90 Jahren der heiligen Faustyna Kowalska offenbarte und ihr eine besondere Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit anvertraute."

"Durch den heiligen Johannes Paul II. hat diese Botschaft die ganze Welt erreicht, und es ist keine andere als das Evangelium von Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist und der uns die Barmherzigkeit seines Vaters schenkt. Öffnen wir unser Herz und sagen wir im Glauben: 'Jesus, ich vertraue auf Dich.'"

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