Schottisches Einkaufszentrum verbietet Krippe - in der Weihnachtspräsentation

Die Anbetung der Hirten von Gerard van Honthorst, gemalt im Jahr 1622
Foto: Wikimedia /Gemeinfrei
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Sowohl Katholiken als auch Protestanten in Schottland sind entsetzt über die  Entscheidung eines Einkaufszentrums, ausgerechnet in seiner Weihnachts-Präsentation eine Krippe zu verbieten.

Das Management des "Thistles Shopping Centre" in Stirling, rund 60 Kilometer nordwestlich von Edinburgh, lehnte die Krippe mit der Begründung ab, das  Einkaufszentrum sei "stolz darauf, religiös und politisch neutral zu sein".

Das berichtet "The Scotsman", eine Edinburgher Tageszeitung.

Ein Sprecher der Erzdiözese St. Andrews und Edinburgh sagte am 5. Dezember, das Verhalten erinnere ein wenig an das bekannte Kinderbuch vom "Grinch": Ein haariges grünes Wesen, das Weihnachten nicht mochte und stehlen wollte".

"Zu dieser Jahreszeit schmücken Weihnachtskrippen viele öffentliche Plätze auf den ganzen britischen Inseln und bringen fast allen Freude, die ihnen begegnen, unabhängig von ihrer Religion. Und so scheint es nur ein kleines bisschen, nun, Grinch-ähnlich für das 'Thistles Shopping Centre', die Weihnachtskrippe zu verbieten, und im eigentlichen weihnachtlichen Sinne wir sie doch bitten, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken."

Auch die protestantische Church of Scotland beklagte die Entscheidung des Einkaufszentrums, wobei eine Sprecherin sagte: "Wir finden es sehr enttäuschend, dass die wahre Bedeutung von Weihnachten hier völlig verloren gegangen ist. Wenn ein Einkaufszentrum sich ausschließlich auf den Kommerz konzentrieren kann, ohne den Grund für die Weihnachtsfeier zu nennen, ist das ein trauriger Tag für uns alle."

Stephen Kerr, Abgeordneter von Stirling sowie Legio Mariae haben beide darum gebeten, dass das Einkaufszentrum eine Krippe erlaubt.

"Obwohl wir verstehen, dass niemand religiöse oder politische Missionare in einem Einkaufszentrum haben will, war die Bitte einfach nur, eine Krippe zu haben, die auch bemannt sein soll, damit jeder, der sich dafür interessiert, Fragen stellen kann", sagte die katholische Laienorganisation der Legion Mariens auf Facebook.

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