Venezuela hat es nötig, in diesen "dunklen Zeiten" Weihnachten zu feiern: Kardinal Urosa

Symbolbild
Foto: Pixabay / Vela (CC0)
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Der Erzbischof von Caracas, Kardinal Jorge Urosa Savino, hat eine Weihnachtsbotschaft an die Gläubigen gerichtet, in der er versichert, dass Venezuela gerade in diesen dunklen Zeiten, die es durchlebt, noch mehr Grund und Notwendigkeit hat, Weihnachten zu feiern.

"Wir erleben sehr schwierige Zeiten in Venezuela, so schwierige, dass einige sagen, man könne nicht  Weihnachten feiern. Angesichts dieser resignierenden Aussage spüren wir Christen, dass es in diesen dunklen Zeiten mehr denn je nötig ist, Weihnachten zu feiern".

In seiner Botschaft erinnerte er dass "Weihnachten Licht in der Finsternis ist." In diesem Sinn "feiern wir Weihnachten, erfüllt vom Licht Christi, trotz der Dunkelheit, die uns umgibt, und bekräftigen unseren Glauben an die Liebe Gottes."

"In keinem Haus soll die Krippe fehlen, auch wenn sie einfach und demütig ist. Nehmt aktiv an der Eucharistiefeier am 25. Dezember und am 1. Januar teil und empfangt das Sakrament der Versöhnung und die Kommunion; öffnet euer Herz für die Armen und bringt euren Nächsten Freude", lud er ein.

Der Erzbischof von Caracas sagte, man müsse "gerade in diesen harten Zeiten der Not, der Angst, der Unsicherheit das Erleben unseres Glaubens erneuern, um den Frieden Christi, des Friedenskönigs zu empfangen und weiterzugeben, den er selbst gekommen ist, uns zu bringen."

"Die aktuellen Umstände der schwerwiegenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise fordern von allen Christen, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung, aktiv für den Frieden zu arbeiten. Wir müssen kämpfen – für die Verteidigung unserer Rechte, für das Gemeinwohl, für Gerechtigkeit und Fortschritt. Aber ohne uns je von Hass, Wut oder Gewalt hinreißen zu lassen".

Der kirchliche Würdenträger erklärte: "Es ist ein sehr ernster und schwieriger Moment in der Geschichte des Landes." Deshalb, schrieb er weiter, "muss sich in allen Herzen durchsetzen, dass es notwendig ist, sich gegenseitig zu achten, damit es Frieden unter uns gebe", was auch die Meinungsverschiedenheiten einschließe.

"Wir müssen uns mit den Armen solidarisieren, unsere Güter mit den Bedürftigen teilen. Für diese Intentionen sollen wir in dieser Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest inständig beten. Weihnachten möge für jede Familie, für jeden von uns, die Gelegenheiten sein, in der Liebe, in der Hoffnung und im Glauben an den lebendigen und in unserer Geschichte gegenwärtigen Gott, zu wachsen", schloss er.

Übersetzt aus dem Spanischen von Susanne Finner.

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