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Politische Lage führt zum „Auf­blü­hen“ neu­er Wall­fahr­ten in Altötting: Stadtpfarrer

Lichterprozession um den Kapellplatz in Altötting (Archivbild)

Der Stadtpfarrer von Altötting hat angemerkt, dass „die aktu­el­len poli­ti­schen Gege­ben­hei­ten zum Aufblü­hen neu­er gro­ßer Wall­fahr­ten“ führen: „So haben sich die Wall­fahr­ten der Kroa­ten und der Ukrai­ner zu beacht­li­chen Grö­ßen entwickelt.“

Altötting gehört zu den größten und bekanntesten Marienwallfahrtsorten in Deutschland. Papst Benedikt XVI. wuchs in der Nähe von Altötting auf und blieb dem Ort zeitlebens verbunden.

„Nach den Ein­brü­chen des Wall­fahrts­we­sens“ im Zuge der Corona-Krise „haben sich zwi­schen­zeit­lich die Wall­fahr­ten wie­der gut sta­bi­li­siert und neu orga­ni­siert“, betonte Stadtpfarrer Klaus Metzl, der auch Wallfahrtsrektor ist. „Dabei stel­len wir einen gewis­sen Wan­del fest: So hat bei­spiels­wei­se die tra­di­tio­nel­le Stern­wall­fahrt der Legio Mariä am Pfingst­mon­tag eine jun­ge Wall­fahrts­lei­tung erhal­ten, so dass sie mit neu­em Schwung und beacht­li­chen Zuwäch­sen vor allem jun­ger Pil­ge­rin­nen und Pil­ger nach Alt­öt­ting kommt. Ähn­li­ches gilt für die ältes­te und längs­te Ein­ta­ges­wall­fahrt von Lands­hut nach Alt­öt­ting.“

Umgekehrt gelte aber auch: „Die gro­ßen Wall­fahr­ten der Lands­mann­schaf­ten, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg mit vie­len Pil­ge­rin­nen und Pil­gern in ihren ange­stamm­ten Trach­ten zur Gna­den­mut­ter gekom­men sind, wer­den ver­ständ­li­cher­wei­se immer weni­ger.“

Ein Wallfahrtsort wie Altötting müsse sich aber auch wandeln, unterstrich Metzl im Gespräch mit dem Passauer Bistumsblatt: „Auf­grund der Tat­sa­che, dass sich immer mehr Ein­zel­pil­ger und Klein­grup­pen auf dem Weg nach Alt­öt­ting machen, um Ant­wor­ten auf ihre Lebens­fra­gen und ihrer Sinn­su­che zu fin­den, genügt es nicht mehr, die tra­di­tio­nel­len Ange­bo­te, wie die Fei­er von Got­tes­diens­ten, das Sakra­ment der Beich­te, die Wei­he von Andachts­ge­gen­stän­den etc. anzu­bie­ten, son­dern es muss auf die neu­en Her­aus­for­de­run­gen mit einer neu­en Kul­tur des Will­kom­men-Seins geant­wor­tet wer­den.“

Dazu gehöre beispielsweise „eine Struk­tur, in der sich bei­spiels­wei­se Fami­li­en oder Erst­kom­mu­ni­ongrup­pen auf­hal­ten kön­nen, wo sich Rad­pil­ger umklei­den und ihre E‑Bikes auf­la­den kön­nen. Dazu gehö­ren Toi­let­ten­an­la­gen und die Mög­lich­keit sich an Tischen nie­der­las­sen zu kön­nen, um die mit­ge­brach­te Brot­zeit anstän­dig ver­zeh­ren zu kön­nen.“

„Sol­che Struk­tu­ren, die die Auf­ent­halts­qua­li­tät stei­gern, gibt es an jedem grö­ße­ren Wall­fahrts­ort“, so Metzl. „In Alt­öt­ting ist das ein schmerz­haf­ter Man­gel, auf den wir schnellst­mög­lich eine gute Ant­wort geben möchten.“

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