Redaktion, 23 Januar, 2026 / 3:00 PM
Der Stadtpfarrer von Altötting hat angemerkt, dass „die aktuellen politischen Gegebenheiten zum Aufblühen neuer großer Wallfahrten“ führen: „So haben sich die Wallfahrten der Kroaten und der Ukrainer zu beachtlichen Größen entwickelt.“
Altötting gehört zu den größten und bekanntesten Marienwallfahrtsorten in Deutschland. Papst Benedikt XVI. wuchs in der Nähe von Altötting auf und blieb dem Ort zeitlebens verbunden.
„Nach den Einbrüchen des Wallfahrtswesens“ im Zuge der Corona-Krise „haben sich zwischenzeitlich die Wallfahrten wieder gut stabilisiert und neu organisiert“, betonte Stadtpfarrer Klaus Metzl, der auch Wallfahrtsrektor ist. „Dabei stellen wir einen gewissen Wandel fest: So hat beispielsweise die traditionelle Sternwallfahrt der Legio Mariä am Pfingstmontag eine junge Wallfahrtsleitung erhalten, so dass sie mit neuem Schwung und beachtlichen Zuwächsen vor allem junger Pilgerinnen und Pilger nach Altötting kommt. Ähnliches gilt für die älteste und längste Eintageswallfahrt von Landshut nach Altötting.“
Umgekehrt gelte aber auch: „Die großen Wallfahrten der Landsmannschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg mit vielen Pilgerinnen und Pilgern in ihren angestammten Trachten zur Gnadenmutter gekommen sind, werden verständlicherweise immer weniger.“
Ein Wallfahrtsort wie Altötting müsse sich aber auch wandeln, unterstrich Metzl im Gespräch mit dem Passauer Bistumsblatt: „Aufgrund der Tatsache, dass sich immer mehr Einzelpilger und Kleingruppen auf dem Weg nach Altötting machen, um Antworten auf ihre Lebensfragen und ihrer Sinnsuche zu finden, genügt es nicht mehr, die traditionellen Angebote, wie die Feier von Gottesdiensten, das Sakrament der Beichte, die Weihe von Andachtsgegenständen etc. anzubieten, sondern es muss auf die neuen Herausforderungen mit einer neuen Kultur des Willkommen-Seins geantwortet werden.“
Dazu gehöre beispielsweise „eine Struktur, in der sich beispielsweise Familien oder Erstkommuniongruppen aufhalten können, wo sich Radpilger umkleiden und ihre E‑Bikes aufladen können. Dazu gehören Toilettenanlagen und die Möglichkeit sich an Tischen niederlassen zu können, um die mitgebrachte Brotzeit anständig verzehren zu können.“
„Solche Strukturen, die die Aufenthaltsqualität steigern, gibt es an jedem größeren Wallfahrtsort“, so Metzl. „In Altötting ist das ein schmerzhafter Mangel, auf den wir schnellstmöglich eine gute Antwort geben möchten.“
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