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Papst Leo wird in Dachgeschoss über bisheriger Papstwohnung ziehen: Bericht

Apostolischer Palast mit Papstwohnung (rechts oben)

Einem Bericht der italienischen Zeitung „La Repubblica“ zufolge wird Papst Leo XIV. zwar in den Apostolischen Palast ziehen, aber ins Dachgeschoss oberhalb der bisherigen Papstwohnung, die Papst Franziskus nie genutzt hatte.

„Die Unterkunft von Papst Prevost wird sich in den Räumlichkeiten zwischen der dritten Loggia, von der aus er jeden Sonntag den Angelus betet, und dem Dach befinden“, so die Zeitung am Freitag. „Praktisch handelt es sich um eine eigenständige Etage, die von außen kaum sichtbar ist, abgesehen von den kleinen Fenstern, die über den Rahmen der riesigen Fenster hinausragen, die den Gläubigen wohlbekannt sind.“

„Seit Monaten sieht man Arbeiter im Gebäude, Lichter, die an- und ausgehen, einen Kran, der an der Fassade des sixtinischen Gebäudes emporragt“, hieß es weiter. „Und seit Monaten gibt es Gerüchte, Spekulationen und Ankündigungen. Der Umzug des Papstes ist nicht nur eine logistische, sondern auch eine symbolische Angelegenheit und hat die Nostalgiker der Tradition auf den Plan gerufen, welche die bahnbrechende Entscheidung von Franziskus, in der Casa Santa Marta, dem Vatikanhotel für Kardinäle während des Konklaves, zu wohnen, als Trauma empfunden haben und nun ungeduldig auf die Rückkehr zur Normalität warten.“

„Diese wird jedoch keine Wiederholung der Vergangenheit sein. Denn Robert Francis Prevost hat, wie ‚La Repubblica‘ erfahren hat, eine originelle Entscheidung getroffen, die seinen zurückhaltenden Charakter, seinen amerikanischen Pragmatismus und seine Gewohnheit, Sport zu treiben, widerspiegelt“, ist dem Bericht zu entnehmen.

Traditionell leben die Päpste in einer bescheidenen Wohnung im Apostolischen Palast. An einem Fenster dieser Wohnung beten sie an Sonntagen dann auch jeweils das Angelusgebet mit den Gläubigen auf dem Petersplatz.

Papst Franziskus hatte mit dieser Tradition gebrochen und stattdessen vorgezogen, im vatikanischen Hotel „Domus Sanctae Marthae“ zu wohnen, das unter Papst Johannes Paul II. in den 1990er Jahren erbaut worden war. Dort könne er besser Kontakt zu den Menschen haben.

Die unmittelbaren Vorgänger von Papst Franziskus, Papst Benedikt XVI. und Papst Johannes Paul II., hatten umstandslos beide im Apostolischen Palast ihre Wohnung genommen. Dabei empfingen sie regelmäßig Besucher, etwa zu Mahlzeiten, aber teilweise auch zu den morgendlichen Messfeiern.

„La Repubblica“ berichtete am Freitag: „Es gibt kein Badezimmer im Zimmer, der Zugang erfolgt über den Flur. Es wurde eine Küche eingerichtet, auch hier ohne handwerklich gefertigte Elemente. Weitere Räume wurden durch Trennwände geschaffen, um Mitarbeiter unterzubringen, sicherlich die beiden Privatsekretäre Don Edgard Iván Rimaycuna und Don Marco Billeri.“

Im August hatte „La Repubblica“ behauptet, Papst Leo werde in etwa einem Monat in den Apostolischen Palast umziehen, was nie geschah. Damals war auch von einer Wohngemeinschaft mit mehreren Augustinern die Rede, was später von einem Augustiner dementiert wurde. Leo ist selbst Augustiner und war lange sogar der Generalobere der Gemeinschaft.

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