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BDKJ-Chef: Kernauftrag ist, „junge Menschen in ihrer Art des Glaubens zu bestärken“

Volker Andres

Der „Kernauftrag“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist nach Auskunft des Vorsitzenden Volker Andres, „junge Menschen in ihrer Art des Glaubens zu bestärken“. Beim Synodalen Weg sei es darum gegangen, „dass ihre Interessen hier gehört werden“.

Andres betonte im Gespräch mit katholisch.de am Samstag: „An der Basis wird nicht mehr darauf gewartet, dass Bischöfe oder Rom Zustimmung zeigen. In unseren Ortsgruppen und in den Jugendverbänden setzen wir uns für Geschlechtergerechtigkeit und queere Liebe ein – völlig egal, was andere sagen.“

Er kenne zwar „die theologischen Argumente“ mit Blick auf diese Punkte, „aber mit gesundem Menschenverstand kann ich das keinem mehr näherbringen. Ich sage, lebt einfach den Glauben in eurer Spiritualität. Glaube ist vielfältig. Die Spiritualität, die ihr wählt, ist die Richtige.“

Auf die Nachfrage, ob dies nicht zu einer Abspaltung führe, sagte Andres: „Wir alle unterstützen den Kernglauben der katholischen Kirche.“ Wer definiert, was zum „Kernglauben“ gehört und was nicht, sagte der BDKJ-Vorsitzende nicht. In jedem Fall ist die Lehre der Kirche zu Homosexualität und Frauenordination fest in der Tradition verankert und biblisch begründbar. Im Falle von homosexueller Aktivität kommen naturrechtliche Erwägungen hinzu.

„Der Synodale Weg ist gestartet, um sich mit den strukturellen Ursachen des sexuellen Missbrauchs zu beschäftigen – und das ist der Maßstab, an dem wir diesen Weg messen können“, erinnerte Andres. Aber: „Wir haben uns den Ursachen nicht ausreichend gewidmet. Das Grundproblem, die Macht der Kleriker, der Umgang mit Homosexualität, die Gleichstellung von Frauen – in all diesen Punkten ist ehrlicherweise zu wenig passiert.“

Unklar blieb, wie weibliche Priester und ausgelebte Homosexualität den sexuellen Missbrauch, den es in allen Diözesen gegeben hat, hätten verhindern können. Tatsächlich gibt es Missbrauch auch in anderen Kontexten, vom Vereinswesen bis hin zu Familien, wo diese spezifisch katholischen Punkte gar nicht relevant sind. Dies gilt auch für Missbrauch innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der 2024 in einer Studie aufgearbeitet wurde.

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