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Gemeinschaft Maria Stella Matutina übernimmt Schweizer Kloster Wonnenstein doch nicht

Kloster Wonnenstein

Die Gemeinschaft der Schwestern von Maria Stella Matutina übernimmt das Schweizer Kloster Wonnenstein nun doch nicht, wie Bischof Beat Grögli von Sankt Gallen am Mittwoch entschied. Hintergrund sind Missbrauch und Ungehorsam gegenüber kirchlichen Stellen in der Entstehung der jungen Gemeinschaft.

Unter Papst Benedikt XVI. waren zwei Versuche zur Gründung durch den Heiligen Stuhl gestoppt worden, aber 2014 kam es unter Papst Franziskus doch zur Errichtung einer neuen Gemeinschaft, die ihre Wurzeln in den kontemplativen Schwestern vom heiligen Johannes hat, die ihrerseits seit mehreren Jahren Missbrauch aufarbeiten.

„Als die geplante Ansiedlung der Gemeinschaft publik wurde, gelangten viele besorgte Äusserungen und Fragen von Betroffenenorganisationen und Schweizer Ordensoberen zur Gemeinschaft an das Bistum“, teilte das Bistum Sankt Gallen mit. „Bischof Beat nahm diese Reaktionen sehr ernst und evaluierte die Situation von Grund auf neu. Weitere Nachforschungen bei hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der französischen Kirche ergaben ein Gesamtbild, aufgrund dessen sich Bischof Beat Grögli gegen eine Ansiedlung der Gemeinschaft ‚Maria Stella Matutina‘ entschied.“

Weiter hieß es: „Die Schwesterngemeinschaft ‚Maria Stella Matutina‘ äusserte in einer Stellungnahme, dass eine Ansiedlung ihrer Gemeinschaft nur auf Basis gegenseitigen Vertrauens und in einer wohlwollenden Atmosphäre möglich sei. Diese Voraussetzung sieht Bischof Beat Grögli nicht mehr gegeben.“

Ende November hatte der Verein Kloster Maria Rosengarten Wonnenstein noch mitgeteilt, „dass er mit der Gemeinschaft der Schwestern von Maria Stella Matutina eine Einigung über ihre Ansiedlung im Kloster Wonnenstein erzielt und eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet hat“.

Man habe seit vielen Jahren das Ziel verfolgt, „das Kloster Wonnenstein als Kulturerbe zu erhalten und mit einer neuen Klostergemeinschaft in die Zukunft zu führen. Die Suche nach einer passenden Gemeinschaft und deren Einbindung war die anspruchsvollste Aufgabe. Mit der getroffenen Vereinbarung ist der Fortbestand von Wonnenstein als Kloster gesichert.“

„Die Gemeinschaft der Schwestern von Maria Stella Matutina (Maria Morgenstern) wurde 2014 in Spanien gegründet“, hieß es. „Ihr Hauptsitz befindet sich in Italien. In der Schweiz hat Maria Stella Matutina noch keine klösterliche Gemeinschaft.“

Die Ordensfrauen führen ein kontemplatives Leben in Klausur, wie der Verein mitteilte. „Das Gebets- und Gemeinschaftsleben der Schwestern besteht aus einem Gleichgewicht von Einsamkeit und dem Gemeinschaftsleben. Ihr Leben ist geprägt von Gebet (Messe, eucharistische Anbetung, Gottesdienste und Lectio Divina), klösterlicher Arbeit und geschwisterlichem Zusammenleben.“

Kurz darauf wurde mehr über die Geschichte der Gemeinschaft bekannt, sodass der Bischof von Sankt Gallen eine andere Entscheidung traf. Der Verein Kloster Maria Rosengarten Wonnenstein erklärte am Mittwoch, zum Vertragsabschluss mit der Gemeinschaft habe letztes Jahr „eine schriftliche Zustimmung des Bistums vorgelegen. Doch nun hat der Bischof von St. Gallen seine Sicht geändert und verwehrt die Ansiedlung dieser Schwesterngemeinschaft im Kloster Wonnenstein.“

Die Schwestern von Maria Stella Matutina haben in Deutschland eine Niederlassung, aber auch etwa in Spanien, Polen und den Niederlanden sowie in den USA und Brasilien.

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