Am 28. Oktober 2013 dankte Papst Franziskus – durch den damaligen Apostolischen Nuntius in Frankreich – anlässlich des 25. Gründungsjubiläums der Priesterbruderschaft St. Petrus für ihre unverbrüchliche Treue im „Dienst der kirchlichen Einheit cum Petro et sub Petro“: „Der Heilige Vater ermutigt sie, ihren Auftrag zur Versöhnung aller Gläubigen fortzusetzen, welche Richtung sie auch immer vertreten mögen, und sich somit dafür einzusetzen, dass die Gläubigen einander im Bekenntnis desselben Glaubens und in einer starken mitbrüderlichen Liebe achten mögen.“ 

Alle Katholiken wissen, dass die gegenseitige Achtung der Schwestern und Brüder im Glauben ein Auftrag bleibt – so wie hier der Wunsch des Papstes deutlich auf die „Versöhnung aller Gläubigen“ bezogen ist. In der christlichen Liebe zueinander müssen wir immer weiter, immer mehr wachsen. Ebenso wissen wir, dass in der Kirche Gottes viele geisterfüllte Begabungen und Charismen bestehen, in den neuen Geistlichen Gemeinschaften, in der Fokolar-Bewegung, im Opus Dei, in der Gemeinschaft Emmanuel oder in der Gemeinschaft Sant’Egidio.

Diese Gemeinschaften, ihre Spiritualität und ihre Freude am Glauben, sind ein wahrer Segen für die Kirche und für die Welt. Auch eine Gemeinschaft wie die Petrusbruderschaft gehört dazu. Vor knapp 8 Jahren hat Papst Franziskus sie darum eindringlich gebeten – in Treue zum II. Vatikanischen Konzil –, „die Mission der Kirche in der Welt von heute aktiv im Geiste ihres besonderen Charismas mitzutragen: durch das Zeugnis eines heiligen Lebens, eines festen Glaubens und einer ideenreichen, weitherzigen Nächstenliebe“.

Dies steht ganz im Einklang mit dem Motu Proprio „Ecclesia Dei“, das der heilige Johannes Paul II. wenige Tage nach dem schismatischen Akt der Bischofsweihe durch Erzbischof Marcel Lefebvre veröffentlicht hat. Der Papst erinnerte damals an den Reichtum der Liturgie: „Es ist aber auch erforderlich, daß alle Hirten und übrigen Gläubigen aufs neue sich bewußt werden, daß die Vielfalt der Charismen sowie der Traditionen der Spiritualität und des Apostolates nicht nur legitim sind, sondern für die Kirche einen Schatz darstellen; so wird die Einheit in der Vielfalt zur Schönheit, – zu jener Harmonie, die die irdische Kirche, vom Heiligen Geist angeregt, zum Himmel emporsteigen läßt.“

Die Schönheit des klassischen Römischen Ritus, die Feier der heiligen Messe, wurde von jener Zeit an neu entdeckt. Benedikt XVI. hat in dem Motu Proprio „Summorum Pontificum“ am 7. Juli 2007 einleitend bemerkt: „Die Sorge der Päpste ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, daß die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt, »zum Lob und Ruhm Seines Namens« und »zum Segen für Seine ganze heilige Kirche«.“ Gläubige überall auf der Welt, Kleriker wie Weltchristen, beten in diesen Tagen darum, dass die Kirche Gottes den Schatz der Liturgie bewahren wie pflegen und die heiligen Geheimnisse in rechter Weise heute und künftig feiern darf. Beten Sie mit?

Hinweis: Meinungsbeiträge wie dieser spiegeln die Ansichten der jeweiligen Autoren wider. CNA Deutsch macht sich diese nicht zu eigen.

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