Vatikanstadt, 08 Januar, 2026 / 7:00 AM
In seiner Ansprache zu Beginn des außerordentlichen Konsistoriums hat Papst Leo XIV. dieses Treffen als Fortsetzung jener Begegnungen aller Kardinäle beschrieben, die im Vorfeld des Konklaves stattfanden, aus dem er im Mai als Pontifex hervorging.
„Heute setzen wir in gewisser Weise das denkwürdige Treffen fort, das ich zusammen mit vielen von euch unmittelbar nach dem Konklave hatte, mit ‚einem Moment der Gemeinschaft und Brüderlichkeit, des Nachdenkens und des Austauschs, um den Papst in seiner schweren Verantwortung der Leitung der Weltkirche zu unterstützen und zu beraten‘“, sagte Leo am Mittwoch.
„Ich bin hier, um zuzuhören“, betonte er. „Wie wir während der beiden Versammlungen der Bischofssynode 2023 und 2024 gelernt haben, bedeutet die synodale Dynamik in erster Linie Zuhören. Jeder Moment dieser Art ist eine Gelegenheit, unsere gemeinsame Wertschätzung für die Synodalität zu vertiefen.“
„Unser anderthalbtägiges Zusammensein wird eine Vorwegnahme unseres zukünftigen Weges sein“, erläuterte Papst Leo. „Wir müssen nicht zu einem Text gelangen, sondern ein Gespräch führen, das mir in meinem Dienst für die Mission der gesamten Kirche hilft.“
Die Leitfrage der Diskussionen beim Konsistorium sei heuer: „Mit Blick auf den Weg der nächsten ein oder zwei Jahre: Welche Schwerpunkte und Prioritäten könnten das Handeln des Heiligen Vaters und der Kurie in dieser Frage leiten?“
„Auf den Verstand, das Herz und den Geist jedes Einzelnen hören; einander zuhören; nur den wichtigsten Punkt und nur sehr kurz zum Ausdruck bringen, damit alle zu Wort kommen können: Das wird unsere Vorgehensweise sein“, sagte Leo. „Die alten römischen Weisen sagten: Non multa, sed multum! Und in Zukunft wird diese Art, einander zuzuhören, indem wir die Führung des Heiligen Geistes suchen und gemeinsam voranschreiten, für den Petrusdienst, der mir anvertraut wurde, weiterhin eine große Hilfe sein.“
„Auch aus der Art und Weise, wie wir lernen, in Brüderlichkeit und aufrichtiger Freundschaft zusammenzuarbeiten, kann etwas Neues entstehen, das Gegenwart und Zukunft in Bewegung setzt“, zeigte sich Papst Leo überzeugt.
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