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Brauereien im Besitz von Stiftung des Bistums Regensburg werden verkauft

Kloster Weltenburg

Zwei bayerische Brauereimarken, die im Besitz einer Stiftung des Bistums Regensburg sind, werden an die Familienbrauerei Schneider Weisse verkauft, die ebenfalls in der Region beheimatet ist. Konkret geht es um die Biere Bischofshof und Weltenburger.

Die Mittelbayerische Zeitung berichtete am Freitag: „Wegen der anhaltenden Schwäche des deutschen Biermarktes planen die Traditionsbrauerei Schneider Weisse aus Kelheim und die Brauerei Bischofshof aus Regensburg zum 1. Januar 2027 ihre Geschäftsaktivitäten neu zu ordnen.“ Weltenburger gehört schon seit rund 50 Jahren zu Bischofshof.

„Das Unternehmen Bischofshof mit Brauereistandort Regensburg soll Ende 2026 geschlossen werden“, so die Zeitung weiter. Der Bayerische Rundfunk ergänzte: „Für die rund 60 Mitarbeiter sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Wo möglich, werde man Mitarbeiter an passende Unternehmen aus dem Netzwerk in der Getränkebranche und dem weiteren Umfeld der Brauerei vermitteln […]. Die Logistik von Bischofshof mit seinen rund 20 Mitarbeitern soll erhalten bleiben.“

Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg erklärte: „Neben dem Traditionsaspekt ist für uns ganz zentral, dass wir durch den Erhalt der Braustätte im Kloster Weltenburg sowie der Logistikabteilung von Bischofshof zumindest einen Teil der Arbeitsplätze direkt in der Region halten können. Das ist aktuell leider keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich die Meldungen der letzten Wochen und Monate anschaut.“

„Natürlich wäre es uns allen noch lieber, wenn wir auch den Standort Regensburg weiterführen könnten“, fuhr der Bischof fort. „Dafür fehlt jedoch jede wirtschaftliche Grundlage. Wir haben aber großes Vertrauen, dass wir für die dortigen Mitarbeiter gemeinsam mit dem Betriebsrat trotzdem gute sozialverträgliche Lösungen finden werden. Klar ist zudem, dass durch die ‚bayerische Lösung‘ die Marke Bischofshof weiter prägend in Regensburg bleibt.“

Abt Thomas Maria Freihart OSB von Weltenburg betonte seinerseits: „Wir sind sehr froh, dass mit der jetzt gefundenen ‚bayerischen Lösung‘ auch der Weiterbetrieb der ältesten Klosterbrauerei der Welt für die Zukunft gut abgesichert ist. So konnten wir den drohenden unwiederbringlichen Verlust eines ganz wichtigen Teils der bayerischen und klösterlichen Brautradition abwenden.“

Laut Mittelbayerischer Zeitung wird die Produktion von Bischofshof und Weltenburger – wie auch aller anderer Marken des Unternehmens – „mittelfristig komplett am Stammsitz von Schneider Weisse in Kelheim und in der Klosterbrauerei Weltenburg stattfinden, wofür die Voraussetzungen in Kelheim in den nächsten Jahren entsprechend geschaffen werden“.

Von der Brauerei in Kelheim bis zum Kloster Weltenburg mit seiner berühmten Lage direkt an der Donau sind es rund acht Kilometer, was mit dem Auto weniger als einer Viertelstunde entspricht. Das Kloster selbst besteht seit dem siebten Jahrhundert – mit einigen kurzen Unterbrechungen – als Gemeinschaft von Benediktinern. Von einer Klosterbrauerei war schon im elften Jahrhundert die Rede.

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