Redaktion - Donnerstag, 15. Januar 2026, 15:30 Uhr.
Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat die von ihm verantworteten Pfarreifusionen als „geistliche Antwort auf die Zeichen der Zeit“ charakterisiert, wie die Erzdiözese am Mittwoch zusammenfassend berichtete. Burger sprach beim Neujahrsempfang des Erzbistums Freiburg.
„Die Veränderungen seien herausfordernd und teils mit Unsicherheiten behaftet, doch sie böten die Chance, ‚im Glauben zu wachsen‘“, hieß es weiter.
Seit Jahresbeginn existieren im Erzbistum Freiburg nur noch 36 Pfarreien. Zuvor waren es, wie aus der Kirchenstatistik 2024 noch zu entnehmen ist, mehr als 1000 Pfarreien in dieser einst tief katholischen Gegen Deutschlands.
„Als Christinnen und Christen wollen wir für die Menschen vor Ort da sein und ihnen von unserem Glauben, von der Frohen Botschaft Jesu erzählen“, rief Burger Anfang 2024 in Erinnerung, als die Namen der neuen Pfarreien und deren Pfarrer bekannt gemacht wurden. „Dafür braucht es Freiräume und Partizipationsmöglichkeiten für die Menschen, die sich hauptberuflich oder ehrenamtlich engagieren – insbesondere in der Seelsorge.“
Burger sprach am Mittwoch auch über das Thema Synodalität, das von Papst Franziskus in den Mittelpunkt der kirchlichen Selbstreflektion gestellt wurde. „Synodalität bedeute, diese Sprachfähigkeit wiederzugewinnen und eine ‚Kultur des Zuhörens‘ zu etablieren, die darüber hinaus von einer Kultur des ‚Gehört-werdens‘ zu ergänzen sei“, so die Erzdiözese in ihrem Bericht über den Neujahrsempfang.
In diesem Sinne könne Synodalität auch für die Gesellschaft relevant sein. „Ist unsere Gesellschaft gespalten durch Meinungen oder stärker durch die Art, wie wir kommunizieren?“, fragte Burger.
Während verschiedene kirchliche Stellen seit Jahren über das Thema Synodalität reden, liegt bislang weiterhin keine offizielle Definition vor. Auch beim Konsistorium, dem Treffen der Kardinäle in der vergangenen Woche im Vatikan, ging es erneut um Synodalität.




