Unbekannte haben die protestantische Frauenkirche im sächsischen Görlitz verwüstet. Laut MDR haben die Einbrecher in der Nacht auf Montag "enormen Schaden hinterlassen", etwa am Hauptaltar sowie durch das Umstoßen von Apostelfiguren und Altarkreuz.

"Zahlreiche Vitrinen wurden ebenfalls zerstört", so der MDR. "Außerdem rissen sie Orgelpfeifen heraus, so dass das Instrument derzeit nicht bespielbar ist." "Gesangsbücher, Mikrofone und Verstärker" seien gestohlen worden.

Der protestantische Pfarrer Matthias Paul sagte, der Sachschaden – dessen Höhe noch nicht ermittelt wurde – könne behoben werden, ergänzte aber: "Der ideelle und kulturgeschichtliche Schaden ist enorm. Für die Gemeinde ist es eine Katastrophe."

Die Frauenkirche im 15. Jahrhundert noch vor der Reformation erbaut. Jahrhundertelang gehörte auch ein Spital zur Kirche: zunächst für Pilger, später auch für Arme und Kranke.

Unterdessen haben sich Klimaaktivisten in der sächsischen Hauptstadt Dresden mit Sekundenkleber an den Rahmen des berühmten Raffael-Kunstwerks "Sixtinische Madonna" geheftet. Das Gemälde selbst ist über 500 Jahre alt, wurde aber nicht beschädigt.

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